Moderatorin Miriam Pielhau stirbt mit 41 Jahren an Krebs

Für Fernsehzuschauer war sie über viele Jahre ein vertrautes Gesicht. Miriam Pielhau war im Laufe der Jahre bei ganz verschiedenen Sendern zu Hause. Nun ist die deutsche Moderatorin im Alter von 41 Jahren gestorben.
13.07.2016 16:56

Sie erlag den Folgen einer Krebserkrankung, wie ihr Management am Mittwoch in Köln mitteilte.

Bekannt wurde die gebürtige Heidelbergerin vor allem durch ihre jahrelange Moderation der Containershow "Big Brother". Aber sie hatte auch etliche andere Engagements beim Radio, unter anderem bei Einslive, dem Jugendsender des WDR sowie bei weitere Fernsehshows. Für RTL moderierte sie etwa die Reihe "Grossstadtliebe" mit Grossstädtern auf Partnersuche, für ProSieben das Lifestyle-Magazin "taff" für Sat.1 "...ins Grüne! Das Stadt-Land-Lust-Magazin".

Bereits im Frühjahr 2008 war bei ihr Brustkrebs diagnostiziert worden. Doch nach einer Chemotherapie galt sie als zunächst geheilt. Über ihre Krebserkrankung schrieb sie die Bücher "Fremdkörper" und "Dr. Hoffnung". Trotz ihrer Erkrankung bekam sie 2012 bekam eine Tochter.

Im vergangenen Jahr wurde bei ihr dann Leberkrebs diagnostiziert. "Die Aussichten waren düster", sagte sie im März 2016 der "Bild"-Zeitung. "Der Professor, der mich untersuchte, sagte: "Gewöhnen Sie sich an den Gedanken - Sie werden nicht mehr gesund.""

Dennoch war Pielhau voller Hoffnung. Vor knapp drei Wochen sagte sie dem Radiosender Hit Radio FFH: "Ich bin gesund, das kann man sagen (...) Das Wort Wunder fiel bei meinen Ärzten, weil es eine absolut unwahrscheinliche Entwicklung war. Laut Statistik würde es mich heute nicht mehr geben." Am Schluss hat sie den Kampf gegen den Krebs doch verloren.

"Miriam hat um ihr Leben gekämpft und auch darin war sie stark und für viele ein Vorbild. Wir werden Miriam nicht vergessen", sagte Jochen Rausch, Programmchef von Einslive beim WDR. "Es stimmt unglaublich traurig, wenn ein lieber und junger Mensch wie Miriam Pielhau so früh aus dem Leben gehen muss."

ProSieben-Sprecher Christoph Körfer sagte: "Wir sind geschockt und todtraurig." Und: "Uns fehlen die Worte, aufrichtiges Beileid an ihre Freunde und Familie."

(SDA)