Montreal öffnet Olympiastadion als Notunterkunft für Asylbewerber

Die kanadische Stadt Montreal verwandelt ihr Olympiastadion vorübergehend in eine Notunterkunft für Asylbewerber. Dort würden in einem geschlossenen Raum zwischen 100 und 450 Betten aufgestellt, berichtete der Sender CBC.
03.08.2017 01:58

Grund sei der überraschende Anstieg der Asylbewerberzahlen, sagte ein Sprecher der Regierungsbehörde Praida, die Neuankömmlingen in ihren ersten Monaten hilft. Viele von ihnen stammten aus Haiti. Die ersten Betroffenen, darunter Kinder und schwangere Frauen, wurden am Mittwoch mit Bussen zum Olympiastadion gebracht.

Das Stadion war für die Olympischen Sommerspiele 1976 gebaut worden. Montreals Bürgermeister Denis Coderre begrüsste die Neuankömmlinge auf Twitter und versprach ihnen die "volle Unterstützung" der Stadt. Er bezeichnete sie in einem Tweet als Flüchtlinge. Es ist nicht klar, ob die Betroffenen von der Einwanderungsbehörde letztlich auch als Flüchtlinge eingestuft werden.

(SDA)