Moschee von Orlando-Attentäter in Brand gesetzt

Im US-Bundesstaat Florida ist ein Brandanschlag auf die Moschee verübt worden, die regelmässig vom Attentäter von Orlando besucht worden war. Es handele sich um "vorsätzliche Brandstiftung", teilte am Montag die Polizei von Fort Pierce mit.
12.09.2016 23:38

Über einen möglichen Zusammenhang mit dem Attentat auf einen Homosexuellenklub in Orlando, bei dem im Juni 50 Menschen getötet worden waren, wollte ein Polizeisprecher "nicht spekulieren". Der Anschlag habe sich kurz nach Mitternacht ereignet, sagte Polizeisprecher Davis Thompson.

"Wir wissen derzeit nicht, ob es sich um ein aus Hass begangenes Verbrechen handelt oder eine einfache Brandstiftung." Es gebe derzeit keine Hinweise auf ein Handeln aus Hass. "Aber natürlich, dies ist ein Platz der Gebete und es geschah kurz nach dem Jahrestag von 9/11, wir müssen dem nachgehen", sagte Thompson.

Im Islamischen Zentrum von Fort Pierce hatte regelmässig Omar Mateen gebetet. Der 29-Jährige hatte im Juni in Orlando den Nachtklub "Pulse" angegriffen. Er schoss in dem Homosexuellen-Nachtklub wild um sich und nahm Geiseln. 50 Menschen wurden getötet, darunter der Attentäter in einem Schusswechsel mit der Polizei. Orlando ist etwa zwei Autostunden von Mateens Heimatort Fort Pierce entfernt.

Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie sich in der Nacht zum Montag ein Motorrad dem Islamischen Zentrum in Fort Pierce nähert. Es gibt einen Lichtstrahl, dann flieht die verdächtige Person. "Es sieht so aus, als ob sie Papier und eine Flasche mit irgendeiner Flüssigkeit bei sich hatte", erklärte die Polizei.

Wie gross der Schaden an der Moschee ist, blieb zunächst unklar. Es habe keine Verletzten gegeben.

(SDA)