Nationalbank hält an geldpolitischem Kurs fest

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt ihre Geldpolitik unverändert: Die Negativzinsen auf Giroguthaben betragen weiterhin 0,75 Prozent. Sie bleibt auch weiterhin bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv.
16.03.2017 09:43

Damit bestätigte die SNB am Donnerstag ihre bisherige "Zweisäulen-Politik" im Kampf gegen den starken Franken. Ebenfalls unverändert beliess die Nationalbank die Leitzinsen. Das Zielband für den Drei-Monats-Libor beträgt weiterhin -1,25 bis -0,25 Prozent.

Die Entscheide wurde in dieser Form erwartet. Praktisch alle Experten gingen von einer unveränderten Geldpolitik der SNB aus. Weder die am Mittwochabend bekannt gegebene Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed, noch das Festhalten der Europäischen Zentralbank (EZB) an ihrem Wertpapierkauf-Programm hatte laut Einschätzung der meisten Experten die Ausgangslage für die Nationalbank verändert.

Die Nationalbank bezeichnet den Franken in ihrer Lagebeurteilung als weiterhin deutlich überbewertet. Sie will bei Bedarf denn auch am Devisenmarkt aktiv bleiben, wobei sie die gesamte Währungssituation berücksichtigt, und nicht nur den Kurs des Frankens zum Euro.

Gleichzeitig hat die SNB ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr auf 0,3 Prozent erhöht. Im Dezember war sie noch von Preissteigerungen von lediglich 0,1 Prozent ausgegangen. Für 2018 beträgt die Inflationsprognose 0,4 Prozent, 2019 sollen es 1,1 Prozent sein.

Angesichts der günstigen Entwicklung der internationalen Konjunktur seien die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft für das laufende Jahr verhalten positiv, hiess es weiter. Insgesamt rechnet die SNB hierzulande weiterhin mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent.

(SDA)