Neue Technik erlaubt flexiblere Durchsagen an Schweizer Bahnhöfen

An den Bahnhöfen von SBB und BLS ändern sich ab September die Durchsagen. Es kommen neue Stimmen zum Zug und dank neuer Technik können die Bahnunternehmen aus einzelnen Wörtern beliebige Sätze zusammenstellen.
20.08.2020 10:59

Das erlaube flexiblere Durchsagen, teilten SBB und BLS am Donnerstag mit. Zudem bringe die neue Text-to-Speech-Technik eine bessere Tonqualität. Heute bestehen die Durchsagen an den Bahnhöfen aus je nach Bedarf zusammengesetzten Audio-Sequenzen. Die neue Technik basiert auf digital produzierten Aufnahmen menschlicher Stimmen.

Das neue System ist in den letzten Monaten getestet worden. Es wurde auch schon eingesetzt: in Zügen, als wegen der Coronapandemie zusätzliche Durchsagen nötig wurden. Dabei haben sich laut den Bahnunternehmen seine Vorteile gezeigt.

Altersbedingt musste die Software, welche Durchsagen, General- und Perronanzeigen in den Bahnhöfen steuert, ersetzt werden. Vor diesem Hintergrund entschieden sich SBB und BLS für den Einsatz des neuen Systems.

SBB und BLS haben auch beschlossen, aus Kosten- und Qualitätsgründen neue Stimmen für die Durchsagen in den Bahnhöfen zu verwenden. Eine Fachjury prüfte und evaluierte verschiedene Stimmen. Beschlossen wurde, dass in der Deutschschweiz, im Tessin und für die englischsprachigen Durchsagen neue Stimmen zum Zug kommen.

In der Westschweiz setzte sich die bestehende Stimme durch. Sie wird deshalb - in verbesserter digitaler Form - weiterhin eingesetzt.

An den SBB- und BLS-Bahnhöfen wird das neue System ab September schrittweise eingeführt. Der Einsatz in den Zügen der SBB und weiterer Anbieter des öffentlichen Verkehrs erfolgt - mit Ausnahme der Durchsagen im Zusammenhang mit der Coronapandemie - zu einem späteren Zeitpunkt. Die Stimme in den BLS-Zügen bleibt unverändert.

(SDA)