OECD prognostiziert der Schweizer Wirtschaft einen Aufschwung

Gemäss der OECD wird die Schweizer Wirtschaft in diesem Jahr um 1,5 Prozent und 2018 um 1,9 Prozent wachsen. Damit sieht die OECD die Voraussetzungen gegeben, dass die Schweizerische Nationalbank die Zinsen Ende 2018 wieder anheben kann.
07.06.2017 10:30

"Die aktuelle Geldpolitik mit Negativzinsen begründet sich durch tiefen Inflation und ein schwaches Wirtschaftswachstum", schreibt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem Wirtschaftsausblick, den sie anlässlich der jährlichen Ministerkonferenz am Mittwoch publiziert hat.

Mit dem sich verstärkenden Wachstum sieht die OECD auch den Zeitpunkt gekommen, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) Ende 2018 die Zinsen anheben und damit die Fehlanreize an den Finanzmärkten und im Immobilienmarkt reduzieren kann.

Die Schweiz profitiere dabei vom Aufschwung in Europa, schreibt die OECD. "Die wirtschaftlichen Verbesserungen in der Eurozone könnten sich als stärker erweisen als bisher angenommen und die Schweizer Exporte ansteigen lassen." Dies jedoch nur, wenn es nicht zu einem erneuten Aufflammen der Eurokrise oder einer Welle des Protektionismus auf globaler Ebene komme.

Für die Weltwirtschaft hat die die OECD die Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 3,3 auf 3,5 Prozent angehoben.

(SDA)