Öffentlicher Dialog soll Lage in Hongkong beruhigen

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam will mit einem öffentlichen Dialog die Proteste der Demokratiebewegung in den Griff bekommen. Ab der kommenden Woche böten sie und ihr Team Gesprächsrunden mit der Bevölkerung an, kündigte Lam am Dienstag an.
17.09.2019 09:59

Die Veranstaltungen sollen ihren Worten zufolge "so offen wie möglich sein". Gleichzeitig betonte sie, die Gewalt müsse ein Ende haben. Am Wochenende war es bei den Protesten der Regierungskritiker erneut zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei setzte Tränengas ein und nahm 89 Menschen fest.

"Die Gewalt vor unseren Augen zu unterdrücken, ist immer noch die Priorität", sagte Lam. Die Plattform zum Dialog bedeute nicht, dass keine entschlossenen Massnahmen mehr ergriffen würden. In der Bevölkerung hätten sich aber viele wirtschaftliche, soziale und politische Themen wie etwa der knappe Wohnraum aufgestaut.

Hongkong ist seit 1997 eine chinesische Sonderverwaltungszone, in der seit Monaten gegen einen stärkeren Einfluss der Führung in Peking demonstriert wird. Viele Menschen in der ehemaligen britischen Kronkolonie fürchten, dass die politische Freiheiten verlieren.

(SDA)