Papst Paul VI. und salvadorianischen Bischof heiliggesprochen

Papst Franziskus hat einen seiner Vorgänger, Paul VI., und den ermordeten salvadorianischen Bischof Oscar Romero heiliggesprochen. Zudem erhob der Pontifex am Sonntag auf dem Petersplatz in Rom die deutsche Ordensschwester Katharina Kasper in den Stand der Heiligen.
14.10.2018 11:22

Paul VI. war von 1963 bis 1978 Pontifex. Er beendete erfolgreich das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965), das als wegweisend für die Erneuerung der Kirche gilt. Bekannt ist er vor allem, weil er am strikten Verbot der Verwendung künstlicher Verhütungsmittel wie der Pille festhielt.

Romero und Kasper stehen für eine Kirche, die sich für die Belange der Armen einsetzt. Dieses Motto verfolgt auch der Argentinier Franziskus in seinem Pontifikat.

Romero, den 1980 ein Mitglied einer rechtsgerichteten Todesschwadron am Altar erschoss, gilt als Märtyrer der katholischen Kirche. Er setzte sich für die Armen ein und brachte damit die reichen Eliten und das Militär in El Salvador gegen sich auf. Seine Ermordung gilt als Auslöser eines brutalen Bürgerkriegs in dem lateinamerikanischen Land.

Kasper (1820 bis 1898) stammt aus dem Westerwald und ist Gründerin der Ordensgemeinschaft Dernbacher Schwestern, die sich um Alte und Kranke kümmert.

(SDA)