Parteipräsidenten wollen SRG-Standort Bern im Gesetz verankern

Mehrere Parteipräsidenten von links bis rechts wollen mit einer parlamentarischen Initiative den Standort Bern im Radio- und Fernsehgesetz verankern. Sie kämpfen damit weiter gegen den SRG-Entscheid, 170 Mitarbeitende des Radiostudios Bern nach Zürich zu verlagern.
28.09.2018 10:21

Mit dem Vorstoss soll das Radio- und Fernsehgesetz mit den Zusatz ergänzt werden, dass die "audiovisuellen Angebote schwergewichtig am Standort Zürich und die Audio-Angebote schwergewichtig am Standort Bern" produziert werden. Auch die Standorte in der Romandie sollen im Gesetz verankert werden: das Studio in Genf für die audiovisuellen Angebote und das Studio in Lausanne für die Produktion der Audio-Angebote.

So steht es in den gleichlautenden Vorstössen, die von SP-Vizepräsident Beat Jans, BDP-Präsident Martin Landolt, CVP-Präsident Gerhard Pfister, SVP-Präsident Albert Rösti und Grünen-Präsidentin Regula Rytz im Nationalrat eingereicht wurden. Über die parlamentarischen Initiativen haben am Freitag die Tamedia-Medien berichtet. Sie liegen auch Keystone-SDA vor.

Mit den Vorstössen geht der Widerstand gegen die Pläne der SRG weiter. Im Text betonen die Initianten, dass die gebührenfinanzierte SRG im Kontext der Konzentration der Printmedien in Zürich besonders gehalten sei, ihre Informationsleistungen an unterschiedlichen Orten zu produzieren.

Sie unterstreiche damit ihre regionale Verankerung und den föderalen Charakter als Service-public-Unternehmen. Gleichzeitig würde die SRG mit der örtlichen Trennung der audiovisuellen Produktion und der Audio-Produktion die Vielfalt des Angebots garantieren.

(SDA)