Peter Spuhler schliesst Rückkehr in die Politik nicht mehr ganz aus

Just am Tag der Bundesratswahl tritt der ehemalige SVP-Nationalrat Peter Spuhler bei seinem Schienenfahrzeughersteller Stadler kürzer. Er schliesst eine Rückkehr in die Politik im Gegensatz zu früheren Aussagen nicht mehr partout aus.
20.09.2017 16:39

Eine Rückkehr nach Bundesbern sei zwar nicht sein Ziel und habe überhaupt nichts mit seinem Rücktritt als Stadler-CEO zu tun, sagte Spuhler am Mittwoch auf Anfrage einer sda-Korrespondentin. Doch ein kleines Hintertürchen lässt er offen: "Ich schliesse das nicht ganz, ganz aus."

Obwohl Spuhler die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr als "relativ klein" bezeichnet und die Frage danach mit einem Lächeln quittiert, sind seine Worte aus verschiedenen Gründen bemerkenswert. Bis Anfang dieses Jahres hatte der langjährige Thurgauer Nationalrat ein Comeback in die Politik ausgeschlossen.

Er gab seiner Partei, der SVP, in verschiedenen Situationen einen Korb - so etwa bei den Wahlen 2015. Damals sagte er, dass er das Leben als Nationalrat zwischendurch zwar vermisse, doch er kehre nicht mehr in die Politik zurück: "Das ist vorbei." Für die Nachfolge von Eveline Widmer-Schlumpf stand er nicht zur Verfügung.

Schon 2011, noch zu seiner Aktivzeit im Parlament, gehörte der Eisenbahnunternehmer zu den Wunschkandidaten der SVP als neuer Bundesrat. Er wäre aus Sicht vieler der ideale Kandidat gewesen, weil er bei vorhergegangenen Wahlen jeweils viele Stimmen ausserhalb der SVP-Stammwähler geholt hatte.

Spuhler erteilte der Partei aber auch damals mit Verweis auf seine unternehmerischen Tätigkeiten eine Absage. Ende 2012 trat er nach 13 Jahren aus dem Nationalrat zurück. Er müsse sich angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds verstärkt um seine Firma kümmern, begründete er den Schritt.

Anfang 2017 schloss Spuhler in einem Interview mit der "Schweiz am Sonntag" nicht gänzlich aus, dass er nach erfolgreich geregelter Nachfolge wieder in die Politik einsteigen könnte. Nicht infrage komme für den SVP-Mann aber eine Rückkehr in den Nationalrat oder eine Kandidatur für den Bundesrat. Wenn sich aber seine Partei bezüglich Ständerat melden würde, dann würde er sich das "zumindest überlegen", sagte er.

(SDA)