245 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden

(Zusammenfassung ausgebaut, neu ab erstem Zwischentitel) - In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag 245 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Am Montag waren es 191 gewesen. Es gab keine neuen Todesfälle, aber sechs neue Spital-Einweisungen.
08.09.2020 15:04

Am Sonntag, Samstag und Freitag war mit 444 beziehungsweise 405 und 425 Neu-Angesteckten erstmals seit Mitte April die Marke von 400 Fällen pro Tag überschritten worden.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 44'837 laborbestätigte Fälle, wie das BAG am Dienstag mitteilte. Seit Anfang der Pandemie mussten 4603 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung blieb unverändert bei 1734.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 1'111'984 Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, durchgeführt. Innerhalb eines Tages wurden dem BAG 8835 neue Tests gemeldet.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung steckten am Dienstag nach Angaben des BAG 1640 Personen in Isolation, und 4845 Menschen standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 7593 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.

1,65 Millionen nutzen Covid-App

Die Zahl der aktiven Nutzerinnen und Nutzer der Swiss-Covid-App lag am Montag bei 1,65 Millionen, wie der entsprechenden Webseite des Bundesamtes für Statistik (BFS) am Dienstag zu entnehmen war. Am Sonntag waren es rekordhohe 1,68 Millionen gewesen. Am Samstag waren es noch 1,63 Millionen gewesen und am Montag vergangener Woche 1,59 Millionen.

In der App können Infizierte einen sogenannten Covid-Code eingeben, mit dem alle anderen App-Nutzer alarmiert werden, die sich in den vergangenen Tagen während mehr als 15 Minuten in der Nähe der infizierten Person aufgehalten hatten. Gemäss der Website wurden am Sonntag - der neuesten Angabe - 31 solcher Codes eingegeben. Einen Höchststand hatte es am Donnerstag vorletzter Woche mit 81 eingegebenen Codes gegeben.

Corona-Debatte im Nationalrat

Der Nationalrat führte am Dienstag eine Corona-Debatte. Es ging um Vorstösse, die den Kurs des Bundesrates bei der Bewältigung der Krise beeinflussen sollen. Die meisten davon sind bereits überholt.

Die Vorstösse betreffen grösstenteils die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats fordert mit einer Ende Mai eingereichten Motion die Weiterführung der ausgeweiteten Kurzarbeitsentschädigungen bis Mitte September. Der Bundesrat hatte die Massnahme am 31. Mai auslaufen lassen. Die grosse Kammer lehnte den Vorstoss mit 97 zu 93 Stimmen bei 5 Enthaltungen ab. Dieser ist damit vom Tisch.

Nun gehe es darum, die Finanzhilfen für KMU und Selbstständige im Rahmen des Covid-19-Gesetzes bestmöglich zu regeln, sagte Kommissionssprecherin Mattea Meyer (SP/ZH). Dieses wird noch in der laufenden Woche von beiden Räten behandelt. Weitere in der ausserordentlichen Session traktandierte Motionen wurden zurückgezogen, weil sie bereits erfüllt sind.

Aargau will Druck auf Bund machen

Der Bund soll sich an den Ertragsausfällen und Mehrkosten der Spitäler und Kliniken während der Corona-Pandemie im März und April finanziell beteiligen. Der Aargauer Grosse Rat will eine entsprechende Standesinitiative ausarbeiten, um den Druck auf den Bundesrat zu erhöhen.

Der Grosse Rat hiess am Dienstag in Spreitenbach AG einen von fast allen Parteien lancierten Auftrag mit 111 zu 8 Stimmen gut. Die zuständige Parlamentskommission muss nun innerhalb von vier Monaten den genauen Wortlaut der Standesinitiative ausarbeiten. Danach wird das Parlament endgültig entscheiden, ob die Initiative bei den eidgenössischen Räten eingereicht werden soll.

mk

(AWP)