7,5 Milliarden im Fonds für das Ende der AKW

In den von den AKW-Betreibern gespiesenen Entsorgungs- und Stilllegungsfonds sind Ende 2018 rund 7,5 Milliarden Franken gelegen. Der Bundesrat hat am Freitag die Jahresberichte und -rechnungen der Fonds genehmigt und deren Kommission entlastet.
13.09.2019 18:41

Die beiden Fonds sollen die Kosten für die Stilllegung der Atomkraftwerke und die Entsorgung der radioaktiven Abfälle decken. Im Entsorgungsfonds lagen am Ende letzten Jahres 5,1 Milliarden Franken, wie der Bundesrat mitteilte.

Die gesamten Entsorgungskosten belaufen sich gemäss Verfügung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) auf 20,8 Milliarden Franken. Mit seinem Bestand liegt der Fonds über dem Soll.

Der Fonds deckt die Kosten für die Entsorgung der Betriebsabfälle und der abgebrannten Brennstäbe nach der Betriebseinstellung der AKW.

Enthalten sind auch Kosten, die während des Betriebs bei der Entsorgung anfallen, etwa die Untersuchungen der Nagra für eine Endlagerstätte. Diese Kosten betragen 7,5 Milliarden Franken und werden von den Betreibern laufend und direkt bezahlt. Bis Ende 2018 waren das 5,9 Milliarden Franken.

Der Stilllegungsfonds wies am Stichtag ein Fondskapital von 2,4 Milliarden Franken auf. Das lag knapp über dem Soll-Bestand. Die Stilllegungskosten für die fünf Schweizer Atomkraftwerke und das Zentrale Zwischenlager in Würenlingen belaufen sich gemäss Schätzung vom April 2018 auf 3,8 Milliarden Franken.

Der Stilllegungsfonds soll dereinst die Stilllegung der Atomanlagen, deren Abbruch und die Entsorgung der dabei anfallenden radioaktiven Abfälle berappen.

(AWP)