Aargauische Kantonalbank muss mehr Geld in Staatskasse abliefern

Aarau (awp/sda) - Die Aargauische Kantonalbank (AKB) muss dem Kanton Aargau aus dem Rekordgewinn von 2015 mehr Geld abliefern. In die Staatskasse fliessen 91 Mio CHF. Das sind 16 Mio mehr als die AKB vorschlug. Das beschloss der Grosse Rat am Dienstag mit 94 zu 36 Stimmen.
28.06.2016 12:40

Das Parlament stimmte damit dem entsprechenden Antrag des Regierungsrats zu. Es stützte sich bei der höheren Ausschüttung auf das geänderte Gesetz über die Kantonalbank.

Darin wurde festgelegt, dass die AKB die Mindestanforderung des Bundes an die Gesamtkapitalquote von derzeit 12% künftig um 4 Prozentpunkte übertreffen soll. Der Zielwert für die AKB liegt damit neu bei 16%.

Die AKB erzielte im Abschluss 2015 eine Gesamtkapitalquote von 16,3%. Die durch den Regierungsrat beantragte höhere Ausschüttung hätte noch eine Quote von 16,2% zur Folge.

HÖHERE AUSSCHÜTTUNG

Das Parlament lobte über alle Parteigrenzen hinweg die AKB für das gute gelaufene Geschäftsjahr 2015. Finanzdirektor Roland Brogli (CVP) sagte, die Bank gehöre den Aargauerinnen und Aargauern. Daher sollten diese auch vom Erfolg der Bank profitieren. Die Ausschüttung von 91 Mio CHF sei angemessen.

Man habe nicht die Absicht, auf Konfrontationskurs zur Regierung und zum Parlament zu gehen, sagte AKB-Bankratspräsident Dieter Egloff im Grossen Rat.

Neben den 91 Mio CHF überweist die AKB dem Staat als Eigentümer zusätzlich 10,3 Mio CHF für die Abgeltung der Staatsgarantie und 3,3 Mio für die Verzinsung des Dotationskapitals. Damit sollen insgesamt 104,6 Mio in die Aargauer Staatskasse fliessen.

mk

(AWP)