Ab 1. September - Griechenland schafft Kapitalkontrollen ab

Griechenland hebt die im Krisenjahr 2015 eingeführten Kapitalkontrollen vollständig auf.
26.08.2019 15:15
2015 eingeführte Kapitalkontrolle: Griechinnen und Griechen konnten nur noch eine beschränkte Menge Euro pro Woche am Bankomaten abheben.
2015 eingeführte Kapitalkontrolle: Griechinnen und Griechen konnten nur noch eine beschränkte Menge Euro pro Woche am Bankomaten abheben.
Bild: Bloomberg

Diese gehörten ab sofort der Vergangenheit an, sagte der neue Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Montag im Parlament. Finanzminister Christos Staikouras kündigte ein Gesetz zur vollständigen Aufhebung der Beschränkungen zum 1. September an. "Heute wird ein destabilisierender Faktor, ein Instabilitätsfaktor für das Bankensystem aufgehoben", sagte er.

Die Restriktionen waren in den vergangenen Jahren bereits schrittweise gelockert worden. So wurden die Obergrenzen für Bargeldabhebungen von zeitweise 420 Euro pro Woche im Oktober 2018 abgeschafft. Für Geldtransfers ins Ausland bestanden aber noch Beschränkungen.

Die Vorgängerregierung unter Alexis Tsipras hatte die Kontrollen 2015 verhängt, um in der Schuldenkrise einen massiven Geldabfluss bei den angeschlagenen heimischen Banken zu verhindern. Kunden hatten zwischen November 2014 und Juli 2015 mehr als 50 Milliarden Euro ihrer Gelder abgezogen - aus Furcht vor einem Staatsbankrott und einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone.

(Reuters)