Airbus warnt vor US-Strafzöllen auf EU-Importe

Der europäische Flugzeugbauer Airbus warnt nach der Entscheidung der Welthandelsorganisation WTO über US-Strafzölle in Milliardenhöhe vor Unsicherheiten und Störungen in der gesamten Weltwirtschaft. "Airbus hofft daher, dass sich die USA und die EU auf eine Verhandlungslösung einigen werden, bevor die Luftfahrtindustrie, die Handelsbeziehungen und die Weltwirtschaft erheblich geschädigt werden", erklärte Airbus-Chef Guillaume Faury am Mittwoch.
02.10.2019 16:45

Die USA dürfen wegen rechtswidriger EU-Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus Strafzölle auf EU-Importe in Milliardenhöhe verhängen. Schlichter der Welthandelsorganisation (WTO) genehmigten Vergeltungsmassnahmen auf Wareneinfuhren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar (derzeit rund 6,9 Mrd Euro) im Jahr, wie die WTO am Mittwoch in Genf mitteilte. Es ist die höchste Summe, die in der fast 25-jährigen Geschichte der WTO je genehmigt wurde.

Airbus betonte, die Europäischen Union habe die Möglichkeit, Gegenmassnahmen bei US-Produkten in einer Höhe anzustrengen, die über die US-Sanktionen noch hinausgehen könnte. Allerdings würde die Erhebung von Zöllen der gesamten Luftfahrtbranche schaden. "Sollten diese Zölle von beiden Seiten erhoben werden, sind erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Branche in den USA und in der EU sowie hohe Kosten bei der Anschaffung neuer Flugzeuge durch US- und EU-Fluggesellschaften zu erwarten", hiess es weiter.

Die negativen Auswirkungen dieser Zölle liessen sich nur verhindern, wenn die USA und die Europäische Union den langjährigen Streit im Rahmen einer Verhandlungslösung beilegen. Der freie und faire Wettbewerb müsse erhalten bleiben./nau/DP/nas

(AWP)