AKW Beznau 1 geht für Jahresrevision vom Netz

Das AKW Beznau 1 im Kanton Aargau ist am Freitag für die Jahresrevision vom Netz gegangen. Die Revision wird etwas mehr als einen Monat dauern. Für die rund 400 externen Mitarbeitenden aus dem nahen Ausland gelten gemäss AKW-Betreiberin Axpo strenge Auflagen.
17.04.2020 11:15

Die Schwerpunkte der Revision umfassen Instandhaltungsarbeiten, wiederkehrende Prüfungen und Inspektionen sowie die Inbetriebnahme von neuen Systemen, wie Axpo am Freitag mitteilte. Von den insgesamt 121 Brennelementen würden 20 durch neue ausgetauscht.

Während der Revisionsarbeiten werden die rund 460 Mitarbeitenden des AKW Beznau 1 von rund 400 externen Fachkräften aus der Region sowie aus dem In- und Ausland unterstützt.

Das AKW setzt gemäss Angaben von Axpo auch während der Revision die strengen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus und zum Schutz des Eigen- und Fremdpersonals um. Dies schlage sich sowohl auf das Zutrittsprozedere als auch auf die Durchführung der Arbeiten nieder.

Auf der Anlage befinde sich nur das notwendige Personal. Durch eine angepasste Einsatzplanung sei die in Krisenzeiten notwendige Redundanz geschaffen worden, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Neuer Witterungsschutz

Mit Blick auf den Langzeitbetrieb wird auch der Witterungsschutz an der Containment-Kuppel des ältesten Schweizer Atomkraftwerkes erneuert. Zu diesem Zweck und aus Gründen der Arbeitssicherheit wurde der Kraftwerksblock eingerüstet.

Die Arbeiten seien aufgrund der Corona-Krise momentan unterbrochen, hält Axpo fest. Sie dauerten insgesamt mehrere Monate. Alle Arbeiten stehen unter der Aufsicht des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi).

(AWP)