AKW Leibstadt bleibt bis Ende Jahr vom Netz

Das AKW Leibstadt muss seine Wiederinbetriebnahme nach der Jahresrevision erneut hinausschieben. Grund sind weitere Brennelemente, die nicht den Anforderungen entsprechen und deshalb ersetzt werden müssen.
08.11.2017 17:00

Als neuer Termin für die Inbetriebnahme nennt die Kernkraftwerk Leibstadt AG in einer Mitteilung vom Mittwoch Ende Dezember. Schon Ende Oktober hatte die AKW-Betreiberin mitgeteilt, dass sich die Wiederinbetriebnahme um zehn Tage auf 17. November verzögern wird.

Weil 16 Brennelemente nicht den Spezifikationen entsprachen, mussten sie ersetzt werden. Jetzt sind gemäss AKW weitere acht Brennelemente aufgetaucht, die von den selben Spezifikationsabweichungen betroffen sind.

Die Verantwortlichen des AKW Leibstadt entschieden deshalb, auch diese Brennelemente vorsorglich noch während der laufenden Jahreshauptrevision zu ersetzen. Durch den Ersatz der Brennelemente wird eine Neuauslegung des 648 Brennelemente umfassenden Reaktorkerns einschliesslich eines umfassenden Freigabeprozesses durch die Aufsichtsbehörde notwendig.

Der Ersatz stehe in keinem Zusammenhang mit den Brennelement-Oxidationen, heisst es in der Mitteilung. Diese seien im laufenden Anlagebetrieb entstanden.

(AWP)