Amazonas-Länder beraten über Umwelt- und Entwicklungspolitik

Angesichts der verheerenden Waldbrände im Amazonasgebiet haben die Staats- und Regierungschef der Länder in der Region über eine gemeinsame Strategie für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung beraten. Kolumbiens Präsident Iván Duque empfing am Freitag in Leticia seine Kollegen aus Peru, Ecuador und Bolivien sowie den Vizepräsidenten von Suriname zum Amazonasgipfel.
06.09.2019 18:15

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro konnte wegen einer bevorstehenden Operation nicht persönlich an dem Gipfel teilnehmen und sollte per Videokonferenz zugeschaltet werden. In Leticia wurde er von Aussenminister Ernesto Araújo vertreten. Zum Abschluss des Gipfels wollten die Regierungsvertreter den Pakt von Leticia für Amazonien unterzeichnen. "Der Schutz des Amazonasgebiets liegt in der Verantwortlichkeit von uns allen", schrieb Duque auf Twitter. "Deshalb erneuern wir unsere Verpflichtung, dieses für die Erhaltung des Lebens so wichtige Ökosystem zu schützen."

Das ganze Amazonasgebiet leidet derzeit unter zahlreichen Bränden. Nach Einschätzung von Umweltschützern stecken meist Farmer bereits abgeholzte Flächen in Brand, um neues Weideland zu schaffen. In der derzeitigen Trockenzeit greifen die Flammen aber auch immer wieder auf noch intakte Waldflächen über. Besonders Bolsonaro war zuletzt international in die Kritik geraten, weil er die wirtschaftliche Nutzung des für das Weltklima bedeutenden Regenwaldes vorantreibt./dde/DP/zb

(AWP)