Ammann-Angestellte fordern Überprüfung des Stellenabbaus

Die Angestellten des Langenthaler Industrieunternehmens Ammann Group fordern die Firmenspitze auf, den Ende Mai angekündigten Abbau von 130 Stellen zu überdenken. Nach einer eigenen Analyse der Situation finden sie, die Begründung des Stellenabbaus sei "nicht nachvollziehbar".
28.06.2017 12:20

Die Ammann Group hatte Ende Mai bekanntgegeben, die Nachfrage nach Komponenten für Asphalt- und Betonmischanlagen sinke. Deshalb seien die Preise unter Druck geraten. Weil die Firma auf Kostenseite nicht ausreichend Gegensteuer habe geben können, werde der Grossteil der Produktion an andere Ammann-Standorte verlegt, wo die Kosten tiefer seien.

Laut Manuel Wyss von der Gewerkschaft Unia sind die Ammann-Angestellten der Ansicht, aus betriebswirtschaftlichen Gründen müssten in der Produktion mehr Stellen erhalten bleiben, "damit das Ganze noch funktioniert". Dies hätten Analysen unter Beizug von Sachverständigen ergeben, so Wyss am Mittwoch auf Anfrage. Er ergänzte damit eine Mitteilung der Unia.

Unter anderem dies stehe in einem 30-seitigen Papier, das die Belegschaft am Mittwoch der Firmenspitze vorstellte. Das Papier war im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Konsultationsfrist des Personals bei Massenentlassungen erarbeitet worden. Zuvor, am Dienstag, hatten an einer Versammlung 160 Ammann-Angestellte die Vorschläge einstimmig genehmigt.

Wyss sagte weiter, die Ammann-Angestellten machten im Papier Vorschläge, wie Stellen erhalten werden könnten. Doch könne er angesichts des laufenden Verfahrens nicht konkreter werden.

mk

(AWP)