Andrang von Arbeitspendlern aus dem Ausland lässt etwas nach

(Ganze Meldung ausgebaut, Tippfehler im Titel korrigiert) - Die Zahl der ausländischen Grenzgängerinnen und Grenzgänger ist im ersten Quartal 2017 so wenig gewachsen wie seit Jahren nicht mehr. Bei den Arbeitspendlern aus Frankreich gab es erstmals seit 2009 sogar ein leichtes Minus.
02.05.2017 13:40

Die Schweiz zählte Ende März dieses Jahres 317'800 Grenzgängerinnen und Grenzgänger, 2,8% mehr ein Jahr zuvor. Das ist die geringste jährliche Zunahme seit dem vierten Quartal 2009, wie die am Dienstag vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Zahlen zeigen. Seither lagen die Wachstumsraten stets über 3%, zeitweilig waren sie sogar mehr als doppelt so hoch.

Im Genferseeraum, wo mehr als ein Drittel aller Grenzgänger der Schweiz beschäftigt sind, betrug das Jahresplus im ersten Quartal ebenfalls 2,8%, verglichen mit über 7% zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres. Auch im Espace Mittelland war der Anstieg mit 1,1% in diesem Jahr vergleichsweise schwach.

Entsprechend tief war in den ersten drei Monaten die Zunahme bei den Grenzgängern mit Wohnsitz in Frankreich. Im Vergleich zum Vorquartal schrumpfte ihre Zahl sogar leicht um 0,8%. Einen derartigen Rückgang hatte es zuletzt im Krisenjahr 2009 gegeben. Mit aktuell 173'500 Personen stellen die Franzosen aber nach wie vor mehr als die Hälfte aller Tagesaufenthalter in der Schweiz.

Die Nordwestschweiz, mit einem Anteil von einem Viertel die zweitgrösste Grenzgängerregion, registrierte im ersten Quartal 2017 noch 1,9% mehr ausländische Arbeitspendler als ein Jahr zuvor. Demgegenüber erhöhte sich im Tessin die Zahl der "Frontalieri" mit 3,6% wieder etwas kräftiger als im Vorquartal. Entgegen dem nationalen Trend zeigte das Wachstum auch in der Ostschweiz (3,9%) steigende Tendenz.

mk

(AWP)