Angst vor starkem Franken - Regeländerung erhöht Belastung durch Negativzins

Wegen einer Anpassung der Nationalbankverordnung steigt ab Anfang 2020 der Betrag tendenziell, auf den Geschäftsbaken Negativzinsen bezahlen müssen.
03.12.2019 18:42
Die Schweizer Fahne weht vor dem Sitz der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in Bern (26.4.2019).
Die Schweizer Fahne weht vor dem Sitz der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in Bern (26.4.2019).
Bild: Bloomberg

Durch die Regeländerung fallen künftig zwei Positionen für die Berechnung der Mindestreserve weg, teilte die Notenbank am Dienstag mit. Ab Anfang 2020 seien Repo-Geschäfte mit Nicht-Banken und Wertpapierleihgeschäfte nicht mehr unterlegungspflichtig. Damit steigt der Betrag, auf den Negativzinsen fällig werden.

Die Schweizer Währungshüter setzt seit 2015 unter anderem auf Negativzinsen, um einen wirtschaftsschädlichen Höhenflug des Frankens zu verhindern. Banken bezahlen deshalb ab einer gewissen Schwelle eine Gebühr von 0,75 Prozent für Gelder, die sie bei der Notenbank parken. Dieser Freibetrag liegt aktuell beim 25-fachen der Summe, die die Banken als Mindestreserve hinterlegen müssen. Weil künftig weniger Mindestreserven vorgehalten werden müssen, erhöht sich die Belastung durch den Negativzins nun tendenziell.

(Reuters)