Anklage wirft Huawei-Finanzchefin Betrug vor

Der festgenommenen Finanzchefin des chinesischen Tech-Konzerns Huawei, Meng Wanzhou, wird Betrug vorgeworfen. US-Ermittler beschuldigten die Managerin, über eine Firma namens Skycom Geschäfte mit dem Iran gemacht und so Sanktionsrecht verletzt zu haben, sagte ein Anwalt der kanadischen Staatsanwaltschaft am Freitag bei einer Anhörung in Vancouver. Die USA fordern die Auslieferung von Meng. Sie soll die Beziehung zwischen Huawei und Skycom verschleiert haben.
07.12.2018 21:29

Die Huawei-Managerin, die zugleich Tochter des Konzerngründers Ren Zhengfei ist, war am vergangenen Samstag auf Betreiben der amerikanischen Behörden in Kanada festgenommen worden. Die konkreten Vorwürfe gegen sie waren bislang unklar, weil es eine Informationssperre gab. Diese wurde jedoch inzwischen aufgehoben. Bei der Anhörung wird verhandelt, ob Meng gegen Kaution auf freien Fuss kommen kann.

An den Finanzmärkten hatte der Vorfall Sorgen wegen einer erneuten Eskalation des Handelsstreits zwischen China und den USA ausgelöst. Peking hatte mit einer wütenden Protestnote auf die Festnahme reagiert. Der US-Regierung zufolge belastet die Huawei-Affäre die Verhandlungen jedoch nicht. "Die China-Gespräche laufen gut!", twitterte US-Präsident Donald Trump am Freitagmorgen./lsv/hbr/DP/jha

(AWP)