Apple wird überholt - Saudi Aramco knackt Zwei-Billionen-Marke - Teuerster Konzern der Welt

Das weltgrösste Unternehmen Saudi Aramco hat an der Börse zeitweise die magische Marke von zwei Billionen Dollar geknackt.
12.12.2019 09:28
Händler an der Börse von Riyadh, die mit dem Aramco-IPO zur neuntgrössten der Welt geworden ist.
Händler an der Börse von Riyadh, die mit dem Aramco-IPO zur neuntgrössten der Welt geworden ist.
Bild: Bloomberg

Die Titel kletterten zum Börsenstart am Donnerstag erneut um zehn Prozent auf 38,7 Riyal (umgerechnet 10,32 Dollar), gaben dann aber im Handelsverlauf wieder leicht nach und lagen noch fünf Prozent im Plus. Saudi Aramco stellte damit Apple als bislang teuerstes börsennotiertes Unternehmen weit in den Schatten. Der US-iPhonehersteller kommt auf einen Börsenwert von rund 1,2 Billionen Dollar.

Die Analysten von Bernstein halten die Bewertung von Saudi Aramco für zu hoch. Sie stuften ihr Rating für die Titel mit "Underperform" ein und schätzen den Wert des Unternehmens auf 1,36 Billionen Dollar.

 

 

Das liegt unter der ursprünglichen Wert von 1,7 Billionen Dollar, mit dem Aramco am Mittwoch an die Börse ging, aber gut eine Billion über der Bewertung des US-Energiekonzerns Exxon Mobil. "Saudi Aramco ist das grösste und profitabelste Ölkonzern der Welt, aber Grösse ist nicht alles", schrieben die Bernstein-Experten in einem Kurzkommentar. Ihrer Ansicht nach besteht das Risiko eines langsamen Gewinnwachstums, wenn die Ölpreise unverändert bleiben.

Saudi Aramco hatte am Mittwoch den grössten Börsengang aller Zeiten über die Bühne gebracht. Bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption ("Greenshoe") beläuft sich das Volumen der Emission auf 29,4 Milliarden Dollar. Spitzenreiter war bisher der chinesische Online-Händler Alibaba, der 2014 Papiere im Volumen von rund 25 Milliarden Dollar losgeschlagen hatte. Die Investoren kommen aus Saudi Arabien und den Nachbarstaaten. Weil das Interesse aus dem Ausland so gering war, mussten Banken, die den Börsengang begleiteten, Roadshows in London und New York absagen.

(Reuters)

 

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