Arbeitgeber fordern Altersvorsorge-Reform ohne Ausbau

Zürich (awp/sda) - Die Arbeitgeber der Schweiz fordern die Politik auf, die Sozialpolitik so zu gestalten, dass sie für die Unternehmen und die Erwerbstätigen tragbar bleibt. Konkret stellen sich die Arbeitgeber gegen einen Erhöhung der AHV-Renten und verlangen eine Schuldenbremse für die AHV.
21.06.2016 12:34

Der Arbeitgeberverband hat den diesjährigen Arbeitgebertag in Zürich der Frage "Wie viel Sozialstaat erträgt die Schweiz?" gewidmet. Die Antwort des Präsidenten der Schweizer Arbeitgeberverbandes Valentin Vogt an der Veranstaltung in Zürich lässt sich dabei mit "nicht noch mehr" zusammenfassen.

"Bundesrat und Parlament müssen endlich erkennen, dass Sozialpolitik auf das Wesentliche fokussiert und so gestaltet werden muss, dass sie für die schrumpfende Zahl der Erwerbstätigen und deren Arbeitgeber finanzierbar bleiben", sagte Vogt gemäss Redetext.

Für den Arbeitgeberverband ist dabei klar, dass die Altersvorsorge nicht noch weiter ausgebaut werden darf. Um nur schon das gegenwärtige Niveau halten zu können, werden die Bürger neue Abgaben zu tragen haben, heisst es in der Mitteilung.

Bei den konkreten Forderungen der Arbeitgeber verweist Vogt auf das vom Verband erstellte Reformprogramm. Darin fordert der Arbeitgeberverband neben einer stärkeren Belastung des Konsums und der Senkung des Mindestumwandlungssatzes auch eine Schuldenbremse für die AHV. Tritt die Bremse in Kraft, sollen die Mehrwertsteuer weiter erhöht und gleichzeitig durch ein höheres Referenzalter die Neurenten gesenkt werden.

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(AWP)