Arbeitslosenversicherung schliesst 2016 mit Überschuss

Die Lage der Arbeitslosenversicherung (ALV) hat sich im vergangenen Jahr weiter verbessert. Und für das laufende Jahr rechnet das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit einem ansteigenden Überschuss.
07.04.2017 08:35

Die Jahresrechnung 2016 schliesst die ALV mit einem Überschuss von 156 Mio CHF, bei einem Gesamtertrag von 7,58 Mrd und Aufwendungen von 7,42 Mrd CHF. Dank des Überschusses konnten Darlehen von 100 Mio CHF an die Bundeskasse zurückbezahlt werden. Damit sinken die Darlehensschulden auf 2,5 Mrd CHF, wie das Seco am Freitag mitteilte.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 5,66 Mrd CHF an Arbeitslosenentschädigungen ausbezahlt, etwas mehr als im Vorjahr (5,18 Mrd). Im Jahresdurchschnitt waren 149'317 Arbeitslose bei der ALV registriert. Dies entspricht einer Quote von 3,3%.

Im Jahr 2016 entfielen auf Kurzarbeitsentschädigungen rund 143 Mio, auf Schlechtwetterentschädigungen rund 24 Mio. Für Insolvenzentschädigungen gab der ALV-Fonds 36 Mio aus, 636 Mio wurden für arbeitsmarktliche Massnahmen aufgewendet. Die Aufwendungen für Verwaltungskosten beliefen sich auf 719 Mio CHF. Die Revision des Jahresabschlusses und die formelle Genehmigung durch den Bundesrat sind noch ausstehend.

Für das laufende Jahr rechnet das Seco mit einem Jahresdurchschnitt von 144'600 Arbeitslosen, was einer Arbeitslosenquote von 3,2% entspräche. Gemäss Budget würde ein Überschuss von 251 Mio CHF resultieren und an die Bundestresorerie könnten voraussichtlich Darlehen in der Höhe von 300 Mio CHF zurückbezahlt werden. Im März waren gemäss Angaben des Seco vom Berichtstag 152'280 Personen arbeitslos, was einer Arbeitslosenquote von 3,4% entspricht.

ra/cp

(AWP)