Asiens Börsen schliessen mit unterschiedlichen Vorzeichen

Spekulationen auf eine allmähliche Drosselung des EZB-Anleihenkaufprogramms haben am Mittwoch die meisten Aktienmärkte in Fernost belastet. In Japan hingegen schiebt der schwache Yen die Börse an.
05.10.2016 09:12
Eine Passagierfähre durchquert den Hafen von Hongkong.
Eine Passagierfähre durchquert den Hafen von Hongkong.
Bild: Pixabay

Die Aussicht, dass die Notenbanken irgendwann ihren Geldhahn wieder zudrehen könnten, sorge für Nervosität am Markt, sagten Analysten. Auslöser war eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) ihr Programm zum Ankauf von Anleihen möglicherweise langsam auslaufen lassen könnte. Die EZB wies den Bericht allerdings zurück. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,3 Prozent.

In Tokio hob dagegen ein schwächerer Yen die Stimmung. Kursverluste der heimischen Währung verbessern die Exportchancen japanischer Unternehmen. Der Nikkei-Index legte um 0,5 Prozent auf 16.819 Punkte zu.

Für Aufsehen in Tokio sorgte ein Bericht, wonach der Elektrotechnik- und Maschinenbaukonzern Hitachi sich unter anderem vom Werkzeughersteller Hitachi Koki trennen könnte. Hitachi-Aktien legten mehr als sechs Prozent zu. Die Papiere von Hitachi Koki gewannen mehr als zehn Prozent.

In Hongkong notierte der Markt ebenfalls etwas fester. Vor allem die Kurse von Energiekonzernen legten im Sog des anziehenden Ölpreises zu. Insgesamt blieb der Handel aber dünn. In China sind die Börsen in dieser Woche wegen Feiertagen geschlossen.

An den Devisenmärkten bewegte sich der Yen nach dem Kursrutsch vom Dienstag kaum, ein Dollar kostete 102,95 Yen. In der Nacht hatte der Dollar zeitweise 1,2 Prozent zugelegt und den höchsten Stand seit Mitte September erreicht. Der Euro kostete 1,1221 Dollar.

(Reuters)