Asselborn zu Brexit-Gesprächen: Beide Seiten wollen eine Lösung

Im Brexit-Streit sieht Luxemburgs Aussenminister Jean Asselborn Einigungswillen in Grossbritannien wie auch bei der Europäischen Union. "Beide Seiten wollen eine Lösung", sagte Asselborn am Montag der Deutschen Presse-Agentur nach einem Besuch des britischen Premierministers Boris Johnson in Luxemburg. "Beide Seiten haben dasselbe Ziel: Wir wollen keinen No-Deal."
16.09.2019 17:11

Johnsons Gespräche mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und mit dem luxemburgischen Regierungschef Xavier Bettel hatten keine greifbaren Ergebnisse gebracht. Dennoch sagte Asselborn: "Es war ein wichtiges Treffen in Luxemburg, weil man in aller Ruhe den komplizierten Problemen auf den Grund gehen konnte." Und er fügte hinzu: "Wenn man die Grundprobleme besser versteht, kommt man vielleicht auch zu der Erkenntnis, dass die Lösungen, an denen zwei Jahre gearbeitet wurde, nicht falsch sind."

Johnson will den EU-Austrittsvertrag ändern und insbesondere die Garantieklausel für eine offene Grenze in Irland streichen. Die EU besteht auf diesem sogenannten Backstop, weil keine bessere Lösung bekannt sei.

Bei den Luxemburger Gesprächen hatten beide Seiten vereinbart, die Beratungen über britische Änderungswünsche am Abkommen zu intensivieren. Doch wartet die EU nach Junckers Worten immer noch auf konkrete Vorschläge dazu aus London./vsr/DP/jha

(AWP)