Athens Notenbank-Chef drängt auf Verhandlungsergebnis mit Gläubigern

Der griechische Zentralbankchef Ioannis Stournaras hat auf einen baldigen Abschluss der Verhandlungen Athens mit seinen internationalen Gläubigern gedrängt. Mit Blick auf die bisher ergebnislosen Gespräche sagte er dem grössten griechischen Finanzportal capital.gr am Montag: "Wir haben schon die ersten negativen Folgen in der Wirtschaft." Es gebe eine Verunsicherung. Sollte diese andauern, könnte Griechenlands Wirtschaft 2017 stagnieren. Die Regierung strebt ein Wachstum von 2,5 bis 2,7 Prozent an. Dieses Ziel sei jetzt schon nicht mehr erreichbar, sagte Stournaras. Er geht bisher von 1,9 Prozent Wachstum aus.
27.03.2017 13:22

Die Gläubiger Griechenlands fordern weitere harte Sparmassnahmen. Im Mittelpunkt steht eine Senkung des Einkommensteuerfreibetrags von heute 8636 Euro auf unter 6000 Euro pro Jahr. Diskutiert werden auch weitere Rentenkürzungen, Einschränkungen im Streikrecht und eine Beschleunigung der Privatisierungen - allen voran der staatlich kontrollierten Elektrizitäts-Gesellschaft DEI. Athen hatte 2015 im Gegenzug für ein Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro umfangreiche Reformen zugesagt./tt/DP/tos

(AWP)