Audi gerät im Abgas-Skandal weiter unter Druck

Frankfurt (awp/sda/reu) - In der Abgas-Affäre gerät die Volkswagen-Tochter Audi einem Medienbericht zufolge immer stärker unter Druck. Die US-Behörden hätten beim 3,0-Liter-Diesel von Audi drei nicht genehmigte Software-Programme entdeckt, schreibt die deutsche "Bild am Sonntag".
07.08.2016 14:00

Demnach schaltet sich die Abgasreinigung bei Fahrzeugen mit dem grossen TDI-Motor, der auch beim Porsche Cayenne und dem VW Touareg verbaut ist, nach rund 22 Minuten einfach ab.

Ein Audi-Sprecher sagte auf Anfrage am Sonntag, die Gespräche mit den Behörden liefen kontinuierlich weiter. "Ziel ist weiter eine technische Lösung des Problems."

Volkswagen hatte sich jüngst mit US-Behörden und privaten Klägern auf einen milliardenschweren Vergleich geeinigt, um den Streit über fast eine halbe Million Dieselautos mit 2,0-Liter-Motoren beizulegen . Bei den Audi-Motoren stocken hingegen die Verhandlungen. Einen ersten Lösungsvorschlag für die betroffenen 85.000 Autos lehnte die kalifornische Umweltbehörde CARB vor einigen Wochen ab.

Am kommenden Mittwoch müssen die Audi-Manager laut "Bild am Sonntag" erneut bei einer Anhörung der US-Umweltbehörden antreten. Intern werde mit einer erheblichen Strafzahlung gerechnet. Der Audi-Sprecher wollte sich dazu aber nicht äussern.

mk

(AWP)