Aufsicht über ausländische Revisionsunternehmen wird gelockert

Die Schweizer Revisionsaufsichtsbehörde (RAB) ist künftig nur noch beschränkt zuständig für die Aufsicht über ausländische Revisionsunternehmen. Der Bundesrat hat am Mittwoch das revidierte Revisionsaufsichtsgesetz auf den 1. Oktober in Kraft gesetzt.
23.08.2017 10:37

Das Gesetz entfaltet zum Schutz der Investoren auch Wirkungen im Ausland. Ausländische Revisionsunternehmen unterstehen der RAB, sofern sie ausländische Unternehmen prüfen, die auf dem Schweizer Kapitalmarkt Beteiligungspapiere oder Anleihen ausgeben.

Der Bundesrat und das Parlament haben die Zuständigkeit der RAB jedoch reduziert. Neu beschränkt sich die Aufsicht auf kotierte Anleihensobligationen. Zudem haben ausländische Revisionsgesellschaften mehr Möglichkeiten, sich von der Schweizer Aufsicht zu befreien. Die Investoren müssen auf die fehlende staatliche Beaufsichtigung hingewiesen werden.

Die Beaufsichtigung ausländischer Revisionsunternehmen soll soweit wie möglich an die Heimatstaaten delegiert werden. Der Bundesrat hat deshalb neben den 32 bisher anerkannten ausländischen Revisionsaufsichtsbehörden 16 weitere Behörden als gleichwertig anerkannt, wie das Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) schreibt.

Ab dem 1. Oktober sind ferner alle Revisionsunternehmen gehalten, eine interne Qualitätssicherung durchzuführen. Im Gegenzug wird auf die Einführung eines externen Peer-Review-Systems verzichtet. Der Bundesrat hatte vor einem Jahr die Übergangsfrist zur Einführung eines Systemes zur Qualitätssicherung für kleine Revisionsunternehmen verlängert.

(AWP)