Ausschreitungen am Rande von Klima-Demonstration in Paris

Am Rande einer Demonstration für mehr Klimaschutz ist es in der französischen Hauptstadt Paris zu Ausschreitungen gekommen. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, setzten Sicherheitskräfte daraufhin in der südlichen Innenstadt Tränengas ein. Die Polizei forderte friedliche Demonstranten auf, sich beim "Marsch für das Klima" von gewalttätigen Gruppen zu distanzieren.
21.09.2019 18:08

Bei einem separaten Protest von Anhängern der "Gelbwesten"-Bewegung setzte die Polizei in der Nähe der Prachtstrasse Champs-Élysées im Westen der Innenstadt ebenfalls Tränengas ein, wie französische Medien berichteten. Der Polizei zufolge wurden bei Kontrollen mindestens 123 Menschen vorläufig festgenommen. Auf dem kilometerlangen Boulevard gilt ein Demonstrationsverbot. Die Polizei setzte nach früheren Angaben über 7000 Beamte ein.

Anhänger der "Gelbwesten" protestieren seit vergangenem November gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron und soziale Ungerechtigkeit. Die Bewegung ist zersplittert und nicht zentral organisiert, die Themenpalette mittlerweile sehr breit. Häufig tragen die Demonstranten auch gar nicht mehr einheitlich die gelben Warnwesten, nach denen die Bewegung benannt ist./cb/DP/zb

(AWP)