Auszahlung von IWF-Kredittranche an Ukraine verzögert sich

Wegen der zugespitzten Lage im Kriegsgebiet Donbass verzögert sich die Auszahlung eines neuen Teilkredits für die Ukraine durch den Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Auswirkungen einer Warenblockade in der Ostukraine sowie die Übernahme ukrainischer Unternehmen durch die prorussischen Separatisten müssten berechnet werden, teilte Finanzminister Alexander Daniljuk am Sonntag in Kiew mit. Dies sei wichtig für beide Seiten, damit das Hilfsprogramm effektiv umgesetzt werden könne.
19.03.2017 15:42

Der IWF hatte der krisengeschüttelten Ukraine 2015 Hilfskredite in Höhe von insgesamt 17,5 Milliarden US-Dollar über einen Zeitraum von vier Jahren zugesagt. Die erste Tranche von fünf Milliarden Dollar war im März 2015 ausgezahlt worden, weitere über 1,7 Milliarden im August 2015 sowie über eine Milliarde im September 2016.

Wegen der politischen Krise in der Ex-Sowjetrepublik verzögerte sich die Auszahlung der nächsten Tranche. Zuletzt hatte es geheissen, darüber solle diesen Montag beraten werden. Nun zieht sich der Vorgang weiter hin.

Die Ukraine hatte vergangene Woche den Warenaustausch mit den Gebieten der moskautreuen Aufständischen unterbrochen. Damit reagierte die Regierung in Kiew auf die Übernahme von ukrainischen Firmen durch die Separatisten. Zuvor hatten kiewtreue Aktivisten mehrere Eisenbahngleise im Kohlerevier Donbass blockiert./tjk/DP/edh

(AWP)