Axpo-Eigentümer wollen Zusammenarbeit neu regeln

Aarau/Zürich (awp/sda) - Die Kantone und die kantonalen Elektrizitätswerke als Eigentümer der Axpo Holding wollen den aus dem Jahre 1914 stammenden Gründungsvertrag ersetzen. Zudem soll der Axpo-Verwaltungsrat entpolitisiert und verkleinert werden.
21.12.2016 13:04

Ein grosser Teil der Bestimmungen des Gründungsvertrags entspreche nicht mehr der Realität auf dem Strommarkt und sei deshalb nicht mehr umsetzbar, teilten die Axpo-Eigentümer am Mittwoch mit. Deshalb seien die Kantone und die Kantonswerke übereingekommen, den Gründungsvertrag durch einen zeitgemässen Aktionärsbindungsvertrag zu ersetzen.

Auch der heute 13 Mitglieder umfassende Verwaltungsrat soll neu bestellt werden. Er soll verkleinert, entpolitisiert und nur noch nach fachlichen Kriterien besetzt werden. Doppelmandate soll es keine mehr geben.

Derzeit sitzen viele Regierungsmitglieder der Axpo-Kantone gleichzeitig im Axpo-Verwaltungsrat sowie in den Aufsichtsgremien ihrer kantonalen Elektrizitätswerke. Dies führe immer wieder zu Rollen- und Interessenskonflikten, teilten die Axpo-Kantone weiter mit.

Die geplanten Änderungen werden von Arbeitsgruppen der Aktionäre unter der Federführung der Kantone Aargau und Zürich vorbereitet. Die Verkleinerung und Entpolitisierung des Verwaltungsrats soll bis zur Axpo-Generalversammlung 2018 umgesetzt werden.

Die Aktien der Axpo Holding AG befindet sich in folgendem Besitz: Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (18,410%), Kanton Zürich (18,342%), AEW Energie (14,026%), Kanton Aargau (13,975%), St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke (12,501%), EKT Holding (12,251%), Kanton Schaffhausen (7,875%), Kanton Glarus (1,747%) und Kanton Zug (0,873%).

(AWP)