Bank von England für Übergangsphase nach Brexit

Die Bank von England (BoE) plädiert beim Brexit für Übergangsfristen, um der Finanzbranche einen reibungslosen Start in die Zeit nach dem EU-Ausstieg zu ermöglichen. Vizechef Sam Woods nannte dies wünschenswert.
09.08.2017 12:54

In einem am Mittwoch veröffentlichten Antwortbrief auf eine Anfrage aus dem Finanzministerium nannte der Leiter der bei der BoE angesiedelten Finanzaufsicht PRA keine Details. Allerdings verwies er auf eine Flut von Rückmeldungen von Banken und Versicherern, die sich zu möglichen Risiken eines sogenannten harten Brexit äusserten - also eines Bruchs mit der EU, der ohne Handelsabkommen oder Übergangsphase vollzogen würde.

In mehr als 400 Antworten sei deutlich geworden, dass ein harter Brexit viele Institute vor "erhebliche Probleme" stellen würde. Dies gelte insbesondere für Dienstleistungen rund um bestehende Verträge und Einschränkungen beim Datentransfer. Laut Woods will die Notenbank nach Sichtung der Rückmeldungen bis zum Herbst detailliert Stellung nehmen.

Grossbritannien will 2019 der EU endgültig "Goodbye" sagen. Das Land soll aus dem Binnenmarkt und der Zollunion austreten und strebt ein Freihandelsabkommen mit der EU an.

(AWP)