Banken - Finanzkrise kostet deutsche Steuerzahler 59 Milliarden Euro

Die Finanzkrise hat die deutschen Steuerzahler nach Regierungsdaten bislang 59 Milliarden Euro gekostet.
16.09.2018 04:50
Deutschland hat nach dem Ausbruch der Krise zahlreiche Banken gestützt, darunter auch die Commerzbank.
Deutschland hat nach dem Ausbruch der Krise zahlreiche Banken gestützt, darunter auch die Commerzbank.
Bild: cash

Auf diese Zahl summierten sich die Kosten der öffentlichen Haushalte, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" diese Wioche. In der Summe bis Ende 2017 seien Garantien, Kredite und Kapitalspritzen enthalten. Da die Hilfen noch nicht abgeschlossen seien, könnten die Verluste dem Bericht zufolge auf mehr als 68 Milliarden Euro steigen. "Die Bankenkrise ist noch nicht vorbei", sagte Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick der Zeitung. Er sprach von einer verheerenden Bilanz.

Schick zufolge hat eine vierköpfige Familie "mehr als 3000 Euro für die Pleitebanken bezahlt". Hinzu kämen indirekte Kosten wie Entlassungen und Konjunkturpakete, Probleme bei der Altersvorsorge, steigende Mieten und Mini-Zinsen für Sparer. Die Regierung hatte nach dem Ausbruch der Krise vor zehn Jahren zahlreiche Banken gestützt. Sie profitierte aber auch, konnte sich am Kapitalmarkt quasi zum Nulltarif Geld leihen.

(Reuters)