Basel III: Mehr Transparenz bei Lohnpolitik der Grossbanken

Die Schweizer Grossbanken sollen ab 2019 zu mehr Transparenz über die Vergütungspolitik verpflichtet werden. Dies ist ein Teil der revidierten Regeln für die Basel-III-Reform, die Kapital- und Liquiditätsstandards der Banken verbessern soll.
31.10.2017 16:18

Neu sollen die beiden Grossbanken ihr Vergütungssystem systematisch darstellen, um die Vergleichbarkeit und Transparenz zu stärken. Weitere neue Offenlegungstabellen zu regulatorischen Schlüsselkennzahlen betreffen alle Banken.

Zu den Änderungen zählen zudem erweiterte Melderegeln zu den Zinsrisiken, wie die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) am Dienstag in einem Communiqué bekanntgab.

Für die meisten mittelgrossen Banken der Kategorie 3 sieht die Finma gemäss dem revidierten Rundschreiben "Offenlegung Banken" ausserdem vor, dass sie detaillierte Angaben zu verlustabsorbierendem Kapital nur noch jährlich, statt quartalsweise publizieren müssen.

Die Finma führt bis Ende Januar 2018 eine Anhörung über die revidierten Rundschreiben durch, wie es weiter heisst. Die Änderungen sollen per 1. Januar 2019 in Kraft treten.

Die Basel-III-Reform steht im Fachjargon für die geplante weltweite Neufassung der internationalen Kapital- und Liquiditätsstandards. Die globalen Bankenregulierer hatten das Reformpaket nach der Finanzkrise im Auftrag der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) 2010 auf den Weg gebracht.

(AWP)