Bauern bekamen 2016 durchschnittlich zwei Prozent weniger für Milch

Im vergangenen Jahr bekamen Bauern gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich zwei Prozent weniger Geld für ihre Milch. Der Gesamtpreis sank um 1,23 Rappen auf 60,64 Rappen pro Kilogramm Milch.
07.03.2017 17:30

Milch ist nicht gleich Milch: Wie hoch der Preis für ein Kilogramm Milch ausfällt, hängt von der Herstellung sowie der späteren Verarbeitung ab, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Dienstag mitteilte.

Bei der Milch, die an gewerbliche Käsereien geliefert wurde, fiel der Preisrückgang im Durchschnitt am geringsten aus. Dort sank der Preis um 2,6%. Der Preis für das Kilo betrug damit 1,9 Rappen weniger, also noch 71,26 Rappen.

Neben dieser konventionellen Milch gibt es einen Preis für die Molkereimilch. Diese verzeichnete im 2016 den stärksten Rückgang und tiefsten Preis. Ihr Preis sank im Jahr 2016 um 4,5% auf 54,51 Rappen pro Kilo. Das sind gemäss BLW 2,57 Rappen pro Kilo weniger.

Bei der verkästen Milch sank der Preis um 3,2% respektive um 2,15 Rappen auf 65,31 Rappen pro Kilo. Einen Preisanstieg verzeichnete einzig die Bio-Milch. Sie legte um 1 Prozent auf 78,29 Rappen pro Kilogramm zu.

UNTERSCHIEDLICH JE NACH REGION

Die Preise unterscheiden sich gemäss BLW auch je nach Region. In den Regionen der Westschweiz, die von der Herstellung von Gruyère geprägt sind, wurden die höchsten Preise erzielt. Die Preise im Mittelland hingegen, wo der Emmentaler produziert wird, fielen tiefer aus.

Abhängig ist der Milchpreis gemäss BLW auch von den Entwicklungen auf dem EU- und dem internationalen Markt. Der dortige Preisrückgang bei Milchprodukten - namentlich bei Milchpulver und Butter - seien wesentliche Faktoren, die sich auf den Preis der Schweizer Milch niederschlugen.

mk

(AWP)