Bauern-Demo in Turin gegen Grosskonzerne der Agrarindustrie

Turin (awp/sda/apa) - 7000 Bauern, Fischer und Bürger aus 143 Ländern haben sich am Samstagnachmittag in Turin an einer Demonstration gegen die zunehmende Konzentration multinationaler Grosskonzerne in der Agrarindustrie beteiligt. Protestiert wurde auch gegen die geplante Übernahme des Biotech-Riesen Monsanto durch den deutschen Bayer-Konzern.
25.09.2016 14:11

In Europa steht Monsanto seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderter Produkte in der Kritik. "Finanzspekulationen auf unsere täglichen Nahrungsmittel bestimmen über das Leben und Überleben von Millionen Bauern in aller Welt", sagte Carlo Petrini, Präsident der Bewegung Slow Food, die sich für die weltweite Lebensmittelvielfalt engagiert.

Bis Montag findet in Turin die grosse Messe "Terra Madre - Salone del Gusto" statt. Das ist eine Art Weltgipfel von Landwirten und Tierzüchtern, die über die Probleme der Landwirtschaft in Zeiten der Globalisierung diskutieren. "Terra Madre" will die Gründung lokaler Lebensmittelgemeinschaften fördern.

Slow Food kämpft zusammen mit Bauern, Kleinerzeugern, Verbänden, Bewegungen und Institutionen in 160 Ländern dafür, die lokale Wirtschaft und die Landwirtschaft in kleinem Massstab zu stärken.

Die Welt der Landwirtschaft bestehe aus multinationalen Grosskonzernen, aber auch aus über 500 Millionen Familienbetrieben, die sich Tag für Tag dafür einsetzen, die biologische Vielfalt zu verteidigen, lokales Saatgut zu fördern, auf lokaler Ebene gesunde, saubere Wirtschaftssysteme aufzubauen, sagte Petrini.

(AWP)