Bericht: Korruption kostet Kongo hohe Erträge aus dem Bergbau

Wegen Korruption und Ineffizienz hat die Regierung des Kongos einer Organisation zufolge zwischen 2013 und 2015 ein Fünftel der Einnahmen aus der Rohstoffgewinnung im Land verloren. Mehr als 750 Millionen Dollar (644 Millionen Euro) seien in diesem Zeitraum von Bergbauunternehmen in Form von Steuern und Abgaben gezahlt wurden, aber nicht in der Staatskasse angekommen, heisst es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht der Organisation Global Witness.
21.07.2017 12:57

Das Geld sei in Staatsunternehmen und Finanzbehörden versickert. Zumindest ein Teil sei an Personen geflossen, die mit der Regierung von Präsident Joseph Kabila vernetzt seien, erklärte Global Witness.

"Wenn tatsächlich ein Teil der Bergbaueinnahmen unterschlagen werden, dann wird man diejenigen, die involviert sind, vor Gericht stellen", sagte Regierungssprecher Lambert Mende mit Blick auf den Bericht. Der Kongo ist reicht an Bodenschätzen wie Kupfer, Diamanten und Kobalt. Trotzdem gehört das zentralafrikanische Land, das mehr als sechsmal so gross ist wie Deutschland, zu den ärmsten Staaten der Welt./fma/DP/stb

(AWP)