Berner Regierung braucht die BLS nicht zu zerschlagen

Bern (awp/sda) - Der bernische Grosse Rat sieht keinen Anlass, etwas am Verhältnis zwischen Kanton Bern und BLS zu ändern. Er hat am Mittwoch einen Vorstoss abgelehnt, welcher zuletzt noch darauf abzielte, dass der Regierungsrat das Güterverkehrsgeschäft der BLS verkauft.
23.11.2016 14:54

Im Rathaus lautete der Tenor, diese Motion sei salopp formuliert und könne gar nicht umgesetzt werden. Schliesslich könne die Berner Regierung so etwas nicht verkaufen. Mit 130 zu neun Stimmen lehnte der Rat den Vorstoss ab, der zuletzt nur noch einen Punkt von ursprünglich fünf umfasste und in ein Postulat umgewandelt worden war.

Eingebracht hatten ihn Thomas Brönnimann (GLP/Mittelhäusern) und Rita Haudenschild (Grüne/Spiegel bei Bern). Sie finden laut dem Vorstosstext unter anderem, die BLS stehe im Güterverkehr in einem "fragwürdigen" Wettbewerb mit der SBB und im Nahverkehr sei der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) kundenbezogener.

Deshalb fanden die beiden Grossratsmitglieder ursprünglich, die Kantonsregierung solle die Eigentümerstrategie der BLS überdenken und prüfen, ob der Personenverkehr der BLS nicht an die SBB oder an den RBS zu übertragen sei. Auch die Prüfung einer neuen, einzigen Schifffahrtsgesellschaft im Kanton Bern forderten sie.

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(AWP)