Bildungssystem soll für 4. industrielle Revolution angepasst werden

Olten (awp/sda) - Das schweizerische Bildungssystem soll im Hinblick auf die vierte industrielle Revolution angepasst und weiterentwickelt werden. So könnten deren Chancen gepackt werden, hiess es an einer Tagung des Verbandes Angestellte Schweiz vom Freitag.
17.06.2016 15:01

Die Transformation zur vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0) werde nicht aufzuhalten sein. Sie biete für die Schweiz einerseits riesige Chancen, anderseits lauerten aber auch Gefahren, insbesondere was den Schutz der Angestellten, der Arbeitsplätze und der Daten betreffe, teilten die Angestellten Schweiz zur Tagung mit.

Für die Angestellten Schweiz überwögen klar die Chancen. Die Schweiz dürfe die Gelegenheit nicht verpassen, ganz vorne mitzuspielen. "Die Industrie 4.0 soll getrieben sein durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und nicht durch deren Vernichtung", forderte Stefan Studer, Geschäftsführer der Angestellten Schweiz, gemäss der Mitteilung.

Die Industrie 4.0 müsse durch den Staat, die Politik und die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände mit geeigneten Mitteln gefördert werden. Es gehe dabei nicht um eine Industriepolitik im herkömmlichen Sinne, sondern um gute Rahmenbedingungen, Leitplanken, Bildungsmassnahmen, Informationskampagnen oder Koordinationsaufgaben.

Die digitale Zukunft sei für die Arbeitnehmer, aber auch für die Unternehmen, eine grosse Herausforderung. Mehr gesellschaftliche Verantwortung der Arbeitgeber sei eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass der Wandel gelinge.

(AWP)