BKW: Berner Regierung stellt Zusatzforderungen bei Mühleberg-Stilllegung

Bern (awp/sda) - Der Berner Regierungsrat begrüsst das Projekt der BKW für die Stilllegung des AKW Mühleberg. Er stellt aber Zusatzforderungen bei der Nutzung und Überwachung des Kühlwassers, wie er am Donnerstag mitteilte.
30.06.2016 09:50

Den Entscheid der BKW, das AKW per Ende 2019 vom Netz zu nehmen, habe er von Anfang an unterstützt, schreibt der Regierungsrat in einer Stellungnahme zuhanden des Bundesamts für Energie. Das Projekt der BKW sei eine "ausgezeichnete Grundlage" für die sichere und raschere Stilllegung.

Ergänzungen seien aber nötig bei der Entnahme und Wiedereinleitung des Kühlwassers in die Aare und der damit zusammenhängenden Überwachung der Radioaktivität im Fluss. Diese solle durch ein Monitoring des radioaktiven Wasserstoffisotops Tritium ergänzt werden.

Weiter fordert der Regierungsrat, dass die Temperatur des eingeleiteten Kühlwassers höchstens 30 Grad Celsius betragen darf. Und schliesslich verlangt er eine Anpassung der geschuldeten Wassernutzungsabgaben.

Ausdrücklich unterstützt die Kantonsregierung den Antrag, dass Beschwerden die aufschiebende Wirkung entzogen werden kann. Nur so lasse sich sicherstellen, dass das AKW Mühleberg sicher und rasch stillgelegt werden könne.

(AWP)