BKW bleibt mehrheitlich im Besitz des Kantons Bern

Der Kanton Bern behält mindestens 51% der Aktien am Energiekonzern BKW AG. Diese Mehrheitsbeteiligung hat der Grosse Rat am Mittwoch im neuen BKW-Gesetz verankert. Einen Antrag für eine Bandbreite von 34 bis 60% lehnte das Kantonsparlament klar ab.
23.11.2017 10:51

FDP, BDP und EDU wollten der Regierung dadurch mehr Flexibilität geben, um das mit der "sehr grossen Beteiligung" verbundene Klumpenrisiko zu vermindern, wie FDP-Fraktionssprecher Adrian Haas betonte.

Klar abgelehnt wurde auch ein Eventualantrag, wonach ein Aktienverkauf nur mit Ermächtigung des Parlamentes hätte erfolgen dürfen. Die FDP wollte damit ihren Gegnern eine Brücke bauen.

Eine Allianz von SVP, SP und Grünen hielt aber grundsätzlich an der Mehrheitsbeteiligung fest. Nur so könne verhindert werden, dass ausländische Investoren die Hand auf Infrastrukturen legen könne, die für die Versorgungssicherheit wichtig seien, sagte SVP-Sprecher Raphael Lanz.

Nichts wissen wollte der Grosse Rat auch von einem glp-Antrag, der die kantonale Mehrheitsbeteiligung nur solange aufrecht erhalten wollte, als es Versorgungsgebiete im Kanton Bern gibt, in denen die BKW das Verteilnetz besitzt.

(AWP)