BKW-CEO: Kein Angebot für Alpiq-Wasserkraft - Mühleberg-Entscheid goldrichtig

Zürich (awp) - BKW hat kein Interesse an der zum Verkauf stehenden Wasserkraft von Alpiq. Man wolle die Energieposition nicht aufbauen und höchstens strategische Zukäufe machen, sagte CEO Suzanne Thoma in einem Interview mit AWP. "Sich an einer Beteiligungsgesellschaft zu beteiligen, wie es die Struktur von Alpiq vorsieht, liegt für einen industriellen Investor wie BKW weniger auf der Hand."
29.06.2016 13:35

Auch die bis 2019 geplante Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg bereut die Chefin des Energiekonzerns in keinster Weise: "Ich denke, der Mühleberg-Entscheid war für BKW goldrichtig." Denn: Die dem Entscheid im Oktober 2013 zugrunde gelegten Prognosen hätten sich bewahrheitet. "Wenn wir die Rechnung damals mit dem heutigen Strompreisen gemacht hätten, dann wäre der Entscheid zwei Tage gegangen und nicht drei Monate", so Thoma.

Das Brexit-Votum indes hat bei BKW - wie auch branchenweit - zunächst kaum für Aufregung gesorgt. Das Berner Unternehmen habe keine Beteiligungen an britischen Firmen und auch keine Assets in Grossbritannien, so Thoma.

Die möglichen wirtschaftlichen Folgen eines EU-Austritts würden von den Verhandlungen mit Brüssel abhängen und derzeit könne man darüber nur spekulieren. Ein nachhaltig stärkerer Franken zum Euro hätte allerdings direkte Auswirkungen, weil in der Schweizer Energiewirtschaft die Kosten in Franken anfallen, die Umsätze am europäischen Grosshandelsmarkt aber in Euro.

(Das vollständige Interview ist auf dem Premium-Dienst von AWP zu lesen)

ys/rw

(AWP)