Boeing kritisiert Airbus nach WTO-Beschluss zu US-Strafzöllen scharf

Boeing hat nach der Entscheidung der Welthandelsorganisation WTO über milliardenschwere US-Strafzölle wegen verbotener Subventionen im Flugzeugbau scharfe Kritik am Rivalen Airbus geübt. Europa sei mit Zöllen konfrontiert, weil Airbus sich jahrelang geweigert habe, WTO-Beschlüsse zu befolgen, teilte Boeing am Mittwoch mit. Darunter würden auch EU-Mitglieder, Branchen und Unternehmen leiden, die mit dem Verhalten von Airbus gar nichts zu hätten. Die Zölle seien noch zu verhindern, wenn Airbus seinen Auflagen nachkomme. Boeing hoffe, dass dies endlich geschehen werde.
02.10.2019 18:28

Die USA dürfen wegen rechtswidriger EU-Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus Strafzölle auf EU-Importe in Milliardenhöhe verhängen. Schlichter der Welthandelsorganisation genehmigten Vergeltungsmassnahmen auf Wareneinfuhren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar (derzeit rund 6,9 Mrd Euro) im Jahr, wie die WTO am Mittwoch in Genf mitteilte. Es ist die höchste Summe, die in der fast 25-jährigen Geschichte der WTO je genehmigt wurde. Airbus warnte nach der Entscheidung in einer Stellungnahme vor Unsicherheiten und Störungen in der gesamten Weltwirtschaft durch US-Strafzölle./hbr/DP/he

(AWP)

 
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