+++Börsen-Ticker+++Aktien New York: Kaum Bewegung wegen vorsichtiger Investoren

Die US-Börsen haben am Donnerstag kaum verändert geschlossen. Die Investoren liessen sich nicht zu Engagements an der Wall Street verlocken.
07.09.2017 23:43
Wegweiser zur Börse in New York.
Wegweiser zur Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial beendete den Handel nach einem überwiegend leicht schwächeren Verlauf kaum verändert mit minus 0,10 Prozent auf 21 784,78 Punkte. Der 500 Werte umfassende S&P 500 trat mit minus 0,02 Prozent bei 2465,10 Punkten auf der Stelle. Der technologielastige Nasdaq 100 legte indes um 0,22 Prozent auf 5964,31 Punkte zu.

Die Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgten ebenfalls kaum für Bewegung an den US-Börsen, gaben allerdings dem Euro Auftrieb und brachten damit den US-Dollar unter Druck.

Schlusslicht im Wall-Street-Index Dow war das Papier von Walt Disney mit minus 4,37 Prozent. Der Medienriese dämpfte die Hoffnung der Börsianer auf steigende Gewinne im bis September laufenden Geschäftsjahr.

Der Euro sprang im späteren US-Handel wieder über die Marke von 1,20 Dollar, unter die er zwischenzeitlich wieder gefallen war und wurde zuletzt mit 1,2028 Dollar gehandelt.

Den ausführlichen Schlussbericht aus New York lesen Sie hier.

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17:30

Die Aussicht auf weiterhin tiefe Zinsen und eine lockere Geldpolitik in Europa haben der Schweizer Börse am Donnerstag leicht Auftrieb verliehen. Die Anleger zeigten sich unschlüssig und die Kurse schwankten in einer engen Spanne auf und ab. Der SMI notierte zuletzt 0,5 Prozent höher auf 6907 Punkten.

"Der Zeitpunkt wird kommen, an dem die EZB die Zinsen anzieht, das ist klar. Aber nur wissen wir nicht wann und das verunsichert die Marktteilnehmer", sagte ein Händler.

Die Standardwerte tendierten mehrheitlich fester. Auf der Verliererseite zu finden waren Finanzwerte. Die Anteile des Rückversicherers Swiss Re sanken um ein Prozent. Händler verwiesen auf den verheerenden Hurrikan "Irma", der kurz nach dem Wirbelsturm "Harvey" Kurs auf die USA nimmt und den Bundesstaat Florida bedroht.

Am breiten Markt stiegen die Aktien der Jungfraubahn Holding um 4,5 Prozent. Die Titel von Myriad rückten um 28,6 Prozent vor. Der Finanzinvestor Martin Ebner und seine Frau haben ihre Beteiligung an der Softwarefirma Myriad aufgestockt und kontrollieren seit dem 1. September 61,4 Prozent der Anteile.

Den ausführlichen Schlussbericht der Schweizer Börse lesen Sie hier.

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15:45

Die Tropenstürme sorgen nicht nur für Verwüstung - auch für Arbeitslosigkeit. Und für Zurückhaltung an den Börsen. Die US-Börsen haben am Donnerstag wenig verändert eröffnet. Anleger hielten sich angesichts der Hurrikans "Irma" zurück, der am Wochenende wohl Florida treffen werde, sagten Händler. Erst vor einigen Tagen hatte der Hurrikan "Harvey" schwere Verwüstungen in Texas und Louisiana angerichtet. Der Sachschaden dort wird auf rund 180 Milliarden Dollar geschätzt. Zudem warteten Anleger auf die Reden der Fed-Mitglieder Loretta Mester und William Dudley, um sich ein klareres Bild über den weiteren Zinskurs der US-Notenbank machen zu können.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 21.824 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,1 Prozent zu auf 2468 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,15 Prozent auf 6402 Stellen.

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15:35

Der Euro hat am Donnerstag nach Äusserungen von EZB-Präsident Mario Draghi gegenüber dem Franken angezogen. Vorübergehend kostete die Gemeinschaftswährung mit 1,1480 Franken vorübergehend so viel seit rund einem Monat nicht mehr. Auch gegenüber dem Dollar zog der Euro an.

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15:22

Der schwache Dollar gibt Gold Auftrieb. Eine Feinunze (31,1 Gramm) verteuert sich um 0,9 Prozent auf 1345,25 Dollar. Das ist der höchste Stand seit zwölf Monaten. Der Dollar-Index verliert ein Prozent auf 91,40 Punkte, so tief notierte er zuletzt Anfang Januar 2015.

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14:40

Der Hurrikan "Harvey" hat die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA auf den höchsten Stand seit fast zweieinhalb Jahren getrieben. Die Zahl stieg in der Woche zum 2. September im Vergleich zur Vorwoche um 62.000 auf 298.000. Dies war zugleich der kräftigste Anstieg binnen einer Woche seit November 2012.

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14:30

EZB-Chef Mario Draghi erläutert den Zinsentscheid:

 

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13:45

Zinsentscheid der EZB: Die tiefen Zinse werden nicht angetastet. Der Schlüsselsatz für die Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bleibe bei 0,0 Prozent, teilten die Euro-Wächter am Donnerstag in Frankfurt mit. Bereits seit März 2016 liegt er auf diesem Rekordtief.

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Donnerstagmittag nach wie vor kaum verändert. Der Leitindex SMI pendelt dabei seit Handelsbeginn in einer Bandbreite von rund 40 Punkten um den Schlussstand vom Vortag.  Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt um 11.50 Uhr 0,03% auf 8'862,48 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, notiert 0,05% höher auf 1'412,47 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) steigt um 0,11% auf 10'118,16 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 15 im Plus, 13 im Minus und zwei (Nestlé, Roche) unverändert.

Die Banken können an die Erholung aus dem späten Handel vom Vortag nicht anknüpfen. CS, Julius Bär (je -0,5%) und UBS (-0,2%) zählen zu den grössten Verlierern.

Den ausführlichen Mittagsbericht lesen Sie hier.

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12:26

Der Dax steigt um 1,2 Prozent auf 12'363 Zähler und notiert damit so hoch wie zuletzt am 21. Juli. Mit dem Überspringen der 12.300er Marke seien charttechnische Kaufsignale ausgelöst worden, erläutert ein Händler.

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12:06

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat zugelegt. Das Opec-Sekretariat meldete am Donnerstag, dass der Korbpreis am Mittwoch 51,88 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 1,06 Dollar mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

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11:25

Eurozone weiter auf Wachstumskurs: Die Konjunktur im Euroraum bleibt in Fahrt. Im zweiten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den 19 Ländern des Währungsraums um 0,6 Prozent zum Vorquartal gewachsen.

Das teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Donnerstag nach einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde die erste Schätzung wie von Experten erwartet bestätigt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal legte das BIP um 2,3 Prozent zu.

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10:38

Nach einem leicht positiven Start drehte der SMI schnell in ein knappes Minus. Die Investoren halten sich im Vorfeld der EZB-Zinsentscheidung zurück, heisst es im Handel. Der Swiss Market Index (SMI) verliert bis 10:30 Uhr 0,1% auf 8'850 Punkte. Der SPI gibt 0,14 Prozent auf 10'094 Punkte nach.

Konkrete News liegen bei den Blue Chips einzig von Aryzta (-1,6%) vor. Der Backwarenkonzern hat mit Frederic Pflanz einen neuen Finanzchef gefunden. Der Manager kommt von Maxinvest, der Muttergesellschaft von Tchibo und Beiersdorf. Damit sei Aryzta eine überraschend hochkarätige Besetzung gelungen, schreibt die ZKB.

Weiter im Blick sind die Assekuranzen. Swiss Re (-0,7%), Bâloise (-0,4%) und Zurich (-0,2%) zeigen sich allesamt leicht belastet. In den USA droht nach "Harvey" die nächste Sturmkatastrophe.

Am frühen Nachmittag werden sich alle Augen auf den Präsidenten der EZB, Mario Draghi, richten. Es wird zwar nicht erwartet, das die Anleihekäufe bereits eingeschränkt werden. Jedoch erhoffen sich Investoren Hinweise darauf, wann der Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik erfolgen könnte.

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09:20

Die US-Märkte hatten am Vorabend im späten Handel leichte Gewinne verteidigt. Die sich anbahnende Lösung bei der Haushaltsobergrenze der USA stützte die Stimmung der Anleger jenseits des Atlantiks, und auch in Japan zeigten die Indizes nach oben. Hierzulande und in Europa dürften sich die Investoren im Vorfeld der EZB Zinsentscheidung trotz der stabilen Vorgaben jedoch eher zurückhalten. Die Nordkorea-Krise sei demgegenüber in den Hintergrund getreten, bleibe aber weiter in den Köpfen, heisst es im Handel.

Am frühen Nachmittag werden sich alle Augen auf den Präsidenten der EZB, Mario Draghi, richten. Es wird zwar nicht erwartet, das die Anleihekäufe vermindert werden, jedoch werden Hinweise darauf erhofft, wann der Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik erfolgen könnte. Auch die Einschätzung der Notenbank zum Wirtschaftswachstum und zur Inflationsentwicklung werden Beachtung finden.

Der SMI steht nach der Börsenöffnung hauchdünn im Plus (+0,04 Prozent) und erreicht 8863 Punkte. Das Bild der verschiedenen Kurse zeigt sich aber sehr uneinheitlich.

Weiter im Blick dürften die Versicherer bleiben. Swiss Re (-0,6 Prozent), Zurich (-0,2 Prozent) und Bâloise (-0,4 Prozent) zeigen negativ. In den USA droht nach "Harvey" die nächste Sturmkatastrophe. Der Hurrikan "Irma" hat bereits die ersten Karibikinseln erreicht und grosse Schäden angerichtet und Todesopfer gefordert. Der stärkste jemals gemessene Hurrikan könnte den Vorhersagen zufolge am Sonntag Florida erreichen.

 

 

Bei den Versicherungen der zweiten Reihe kann Helvetia (+0,6 Prozent) hingegen zulegen. Hier hat Kepler Cheuvreux das Kursziel auf 640 (620) CHF erhöht und die Bewertung "Buy"-bestätigt. Die Halbjahreszahlen hätten den Erwartungen entsprochen und der Ausblick sei positiv, heisst es.

LafargeHolcim (-0,5 Prozent) wurden von Barclays auf "Underweight" von zuvor "Equal Weight" heruntergestuft. Das Kursziel sinkt leicht um einen Franken auf 52 Franken. Die Aktien hätten im Branchenvergleich eine angesichts der Leistung gerechtfertigte gute Performance gezeigt. Die Prämie könne nur bei anhaltender Dynamik erhalten werden. Der Preisauftrieb in einigen Schlüsselmärkten deute jedoch eine Abschwächung an.

Die Aktien der Schwergewichte Roche (-0,04 Prozent), Novartis (+0,06 Prozent) und Nestlé (+0,2 Prozent) entwickeln sich unterschiedlich. Für die Aktien des Lebensmittelkonzerns hat Goldman Sachs das Kursziel auf 94 von 95 CHF gesenkt und hält am "Buy"-Rating fest. Von dem Investorenseminar Ende September erwartet der Analyst vom neuen Management Aussagen zu den Transformationsplänen.

EZB tastet sich nur langsam vor in Richtung Kurswende

Im breiten Markt hat Barry Callebaut (+0,8 Prozent) die Division Ingredients von Gertrude Hawk übernommen und damit sein Spezialitäten- und Dekorationsgeschäft ausgebaut. Der Deal steuert eine Verkaufsmenge von 13'000 Tonnen bei einem Umsatz von rund 70 Mio EUR bei.

Konkrete News liegen bei den Blue Chips einzig von Aryzta (-1,9 Prozent) vor. Der Backwarenkonzern hat mit Frederic Pflanz einen Finanzchef gefunden. Das angeschlagene Unternehmen mache damit einen weiteren Schritt in die richtige Richtung, heisst es in ersten Analystenkommentaren.

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08:25

Mittlerweile sind die Märkte in fernost geschlossen. Eine überraschende Einigung im US-Etatstreit und nachlassende Spannungen in der Nordkorea-Krise haben am Donnerstag den Anlegern an den asiatischen Börsen Mut gemacht. In Tokio schloss der Nikkei-Index 0,2 Prozent höher bei 19'396 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,4 Prozent. An den chinesischen Aktienmärkten kamen die großen Indizes aber kaum vom Fleck. In Seoul atmeten die Anleger dagegen durch, der Leitindex legte über ein Prozent zu. Südkoreas Präsident Moon Jae In sagte, auf der Halbinsel werde es keinen Krieg geben. Sein russischer Kollege Wladimir Putin sieht in Washington den Wunsch, den Nordkorea-Konflikt zu entschärfen.

"Die Ängste wegen Nordkorea sind zurückgegangen", sagte Marketingdirektor Gavin Parry von Parry International Trading in Hongkong. Zudem einigten sich Präsident Donald Trump und der Kongress am Mittwoch auf eine Zwischenfinanzierung für die amerikanische Bundesregierung bis zum 15. Dezember, womit ein sogenannter "government shutdown" vermieden wird. "Das Thema wird die Märkte zwar noch im laufenden Jahr wieder einholen, aber erst einmal ist es vom Tisch und wir müssen uns darüber jetzt keine Gedanken machen", sagte Masahiro Ichikawa, Marktstratege bei Sumitomo Mitsui Asset Management.

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08:15

Der Swiss Market Index wird vorbörslich 0,13 Prozent höher gestellt. Die Aktien der Grossbanken UBS und Credit Suisse schneiden dabei am besten ab (je 0,2 Prozent plus). Die Ratssitzung der EZB wird an diesem Donnerstag lim Mittelpunkt des Börseninteresses stehen. Die meisten Börsianer rechnen damit, dass die Notenbanker ihre Politik der Trippel-Schritte hin zu einer weniger expansiven Ausrichtung fortsetzen werden. Konkrete Beschlüsse zur Eindämmung der Geldflut wurden zwar nicht erwartet. Draghi könnte aber die Anleger darauf vorbereiten, sagten Händler. Denn das Anleihen-Kaufprogramm läuft Ende Dezember aus. Viele Börsianer rechneten zudem damit, dass der starke Euro Thema auf Draghis Pressekonferenz (ab 14.30 Uhr MESZ) ist.

Die Spezialchip- und Sensorfirma AMS erwägt die Beschaffung von frischem Kapital und hat das Bezugsrecht für eine Wandelschuldverschreibung von bis zu 4,1 Prozent des Kapital ausgeschlossen. Die Details der Privatplatzierung stellte die Spezialchipfirma voraussichtlich für 8. September in Aussicht. Der Finanzinvestor Martin Ebner und seine Frau haben ihre Beteiligung an der Softwarefirma Myriad aufgestockt und kontrollieren seit 1. September 61,4 Prozent der Anteile.

An der Wall Street hatten am Mittwoch die Kurse nach Handelsschluss in Europa leicht zugelegt: Alle drei großen Indizes - der Dow Jones, der Nasdaq und der S&P 500 - gingen mit Kursgewinnen von je 0,3 Prozent aus dem Handel. Die Kurse wurden gestützt vom Konjunkturbericht der US-Notenbank und der vorläufigen Entschärfung des US-Haushaltsstreits.

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07:30

Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel leicht nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 54,03 US-Dollar. Das waren 17 Cent weniger als am Mittwoch. 

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06:40

Die Börse in Tokio hat am Donnerstag auf die Einigung im US-Etatstreit mit Kursgewinnen reagiert. Zudem hebe die Aussicht auf Fortschritte bei der geplanten Steuerreform von US-Präsident Donald Trump die Stimmung, erklärten Experten. "Die Ängste um Nordkorea sind zurückgegangen", sagte Marketingdirektor Gavin Parry von Parry International Trading. "Zudem gibt es erstmals etwas Licht am Ende des Tunnels, wenn Trump über die Steuerreform spricht." Entsprechende Vorschläge sollen US-Finanzminister Steven Mnuchin zufolge noch in diesem Monat dem Kongress vorgelegt werden.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,4 Prozent höher bei 19.430 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,6 Prozent und lag bei 1601 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,5 Prozent. 

(cash/AWP/Reuters)