+++Börsen-Ticker+++ - Chinesisch-amerikanischer Handelsstreit belastet Wall Street

Der amerikanisch-chinesische Handelsstreit hat am Montag die Wall Street belastet. Unterstützung erhielten die New Yorker Börsen von den Energiewerten, die vor dem Opec-Treffen in dieser Woche zulegten.
18.06.2018 22:49
Die Energiewerte haben am Montag an der US-Börse zugelegt.
Die Energiewerte haben am Montag an der US-Börse zugelegt.
Bild: Bloomberg

22:45

"Der Handelskrieg brennt den Leuten derzeit sicher am meisten auf den Nägeln", sagte Marktstratege Art Hogan von der Investmentbank Broker B. Riley FBR. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag neue Zölle auf über 800 chinesische Waren verkündet, was China seinerseits zur Verhängung von Zöllen auf über 650 US-Produkte veranlasste. "Mittlerweile glaubt kaum mehr jemand, dass die Weltwirtschaft dem Protektionismus der USA ungeschoren entkommen wird", sagte Marktstratege Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent tiefer auf 24.987 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank um 0,2 Prozent auf 2773 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 7747 Punkten auf der Stelle.

Unter den Einzelwerten notierten General Electric knapp ein Prozent im Minus. Die französische Regierung hat dem Mischkonzern mit einer Geldstrafe gedroht, falls er bei der 2015 übernommenen Alstom-Energiesparte weniger neue Jobs schafft als vereinbart.

Unter den Energiewerten legten die Aktien des Ölkonzerns Chevron um 1,6 Prozent zu. Der Energie-Index erhöhte sich um 1,1 Prozent.

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17:30

Kursverluste der Marktschwergewichte haben die Schweizer Börse am Montag kräftig belastet. Dazu kamen laut Händlern die Sorgen der Anleger wegen des Handelskriegs der USA mit China und Europa. Der SMI sackte um 1,4 Prozent auf 8520 Punkte ab und verbuchte damit den schwärzesten Tag seit Anfang März. In der Vorwoche war der Leitindex um 1,6 Prozent gestiegen und hatte die bislang stärkste Woche im zweiten Quartal verzeichnet. Dass die Anleger verunsichert sind, zeigte sich auch in dem mit zwölf Prozent starken Anstieg des Volatilitätsindex.

Starken Druck auf den Schweizer Gesamtmarkt übten die beiden SMI-Schwergewichte Nestle und Novartis aus. Der Lebensmittelwert verlor 1,5 Prozent. Der Pharmariese Novartis büssten trotz guter Produktnachrichten 2,5 Prozent auf 73,72 Franken ein.

Die erhöhten Spannungen im Zusammenhang mit dem Handelsstreit machten vor allem den Aktien zyklischer und exportorientierter Firmen zu schaffen. Die Anteile der Inspektionsfirma SGS sanken um 0,8 Prozent, die des Personalvermittlers Adecco um 0,3 Prozent, die des Zementproduzenten LafargeHolcim mit 0,9 und die des Elektrotechnikkonzerns ABB um 1,8 Prozent.

Auf den Verkaufszetteln standen auch die Aktien der Banken Credit Suisse und UBS, die sich um 1,5 und 1,9 Prozent abschwächten.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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16:56

Aus Furcht vor einer schwindenden Nachfrage aus China ziehen sich Anleger aus dem Kupfermarkt zurück. Das Industriemetall verbilligt sich um 1,3 Prozent auf 6928 Dollar je Tonne und steuert auf den dritten Tagesverlust in Folge zu. Sollten zu den bisherigen US-Zöllen auf chinesische Waren weitere folgen, müsse mit einer Fortsetzung der Talfahrt gerechnet werden, sagt Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann.

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16:44

Vier Tage vor den Beratungen der Opec und ihrer Partner über die Zukunft der Förderbremse zieht der Ölpreis wieder an. Brent verteuert sich um 1,4 Prozent auf 74,45 Dollar je Barrel. Einige Anleger nutzen die jüngsten Kursverluste zum Einstieg.

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16:22

Spekulationen um einen kostspieligen Bieterwettstreit mit Comcast um Geschäftsteile von Twenty-First Century Fox machen Walt Disney zu schaffen. Die Aktien verlieren 2,2 Prozent, nachdem der TV-Sender CNBC berichte, der Unterhaltungskonzern wolle seine Offerte nachbessern. Parallel dazu stufen die Analysten von Pivotal Research Disney auf "Sell" von "Hold" herunter.

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15:45

Der amerikanisch-chinesische Handelsstreit hat am Montag die US-Anleger aufgeschreckt. Der Dow Jones gibt zum Start nach.

Der Dow Jones verlor im Anfangsgeschäft ein Prozent auf 24'846 Punkte. Der S&P 500 und der Nasdaq-Composite verloren je 0,8 Prozent. "Der Handelskrieg brennt den Leuten derzeit sicher am meisten auf den Nägeln", sagte Marktstratege Art Hogan von der Investmentbank Broker B. Riley FBR in New York. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag neue Zölle von 25 Prozent auf über 800 chinesische Waren verkündet - darunter Autos sowie Industrie- und High-Tech-Güter. China reagierte mit Zöllen von 25 Prozent auf 659 US-Produkte wie Fleisch, Gemüse, Soja, Whiskey, Tabak und Autos.

Im Dow Jones notierten GE knapp ein Prozent im Minus. Die französische Regierung hat dem Mischkonzern mit einer Geldstrafe gedroht, falls er bei der 2015 übernommenen Alstom-Energiesparte weniger neue Jobs schafft als vereinbart.

Zu den Verlierern zählten zudem Tesla mit einem Abschlag von etwa einem Prozent. Auch Boeing und Caterpillar gaben je etwa ein Prozent nach.

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13:15

Die Ölpreise haben am Montag keine klare Richtung gefunden. Während Nordseeöl der Marke Brent teurer als am Freitag war, fiel der Preis für US-Rohöl etwas zurück. Top-Thema am Markt ist das Treffen des Ölkartells Opec an diesem Freitag. Vor dem Treffen verdichten sich die Zeichen, dass ein einhelliger Beschluss über die künftige Förderung schwierig zu erzielen sein wird.

Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 74,08 US-Dollar. Das waren 64 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel dagegen um 31 Cent auf 64,75 Dollar.

Die Anleger blicken gespannt auf das Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) an diesem Freitag. Es droht ein konfliktreiches Treffen zu werden, an dem neben der Opec auch andere grosse Förderländer wie Russland teilnehmen werden. Das sogenannte "Opec+"-Bündnis hat seit Anfang 2017 eine Fördergrenze installiert, mit dem die Ölpreise deutlich angehoben wurden. Seit längerem gibt es jedoch Überlegungen, diese Grenze zu lockern. Aber nicht alle Opec-Staaten sind dafür.

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12:03

Die Verhaftung von Audi-Chef Rupert Stadler hat die Volkswagen-Anleger am Montag verschreckt. Die Aktien bauten ihre Verluste nach dem Bekanntwerden des Haftbefehls aus und gaben 2,2 Prozent auf 157,50 Euro nach. Damit waren sie einer der größten Verlierer im Leitindex Dax. "Das hat jetzt nochmal eine neue Qualität und vor allem ausländische Anleger werden davon wach gerüttelt, dass die Sache noch nicht ausgestanden ist", sagte ein Händler.

Stadler wurde im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen der Manipulation von Dieselabgaswerten bei Audi-Fahrzeugen von der Staatsanwaltschaft vorläufig wegen Verdunklungsgefahr verhaftet. Bereits vergangene Woche wurde seine Privatwohnung durchsucht.

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11:30

Wachsende Sorgen vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China machen sich auch am Schweizer Aktienmarkt bemerkbar. Am Montagvormittag baut der Leitindex SMI seine Auftaktverluste im Handelsverlauf weiter aus.  Der Swiss Market Index (SMI) sackt um 11.05 Uhr um 0,86 Prozent ab auf 8'568,08 Punkte.

Die Abgaben betreffen an diesem Vormittag alle Branchen. Mittlerweile verzeichnen ABB, Schindler und SGS mit Verlusten zwischen 1,7 und 1,5 Prozent die grössten Verluste.

Es werden aber nicht nur Zykliker abgestossen. Das zeigen die Abgaben zwischen 1,5 und 1,1 Prozent bei Sonova sowie den Schwergewichten Novartis und Nestlé. Gegen die Verluste der beiden Schwergewichte richten auch die Genussscheine von Roche, die sich mit -0,2 Prozent besser als der Markt halten, wenig aus.

Deutlich abwärts geht es im breiten Markt für Meyer Burger, Tornos und Swissquote, die mit Verlusten zwischen 4,5 und 3,5 Prozent die grössten Verlierer sind.

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10:17

Der Euro ist am Montag vor allem gegenüber dem US-Dollar etwas gefallen. Am Vormittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1582 US-Dollar. Am Freitag war er noch über 1,16 Dollar gestiegen.

 
Zum Franken steht die Gemeinschaftswährung mit aktuell 1,1550 Franken ebenfalls etwas tiefer als noch am Freitagabend. Der US-Dollar macht dagegen zum Franken etwas Boden gut und kostet zeitgleich 0,9974 Franken.
 
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09:10
 
Der Schweizer Aktienmarkt knüpft zum Wochenstart an seine leichtere Tendenz vom vergangenen Freitag an. Der SMI verliert zum Handelsstart um 0,3 Prozent auf 8614 Punkte und knüpft an seine leichtere Tendenz vom vergangenen Freitag an. Wie bereits zum Wochenschluss belasten auch zum Start die Sorgen vor einer Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China.
 
Dabei haben vor allem Novartis und Roche in der vorangegangenen Handelswoche gut abgeschnitten. Novartis (-0,6 Prozent) verlieren trotz positiven Studiendaten. Branchennachbar Roche (+0,3 Prozent) startet hingegen positiv, während Nestlé (-0,6 Prozent) ebenfalls im Angebot steht.
 
Abwärts geht es sowohl für Zykliker wie ABB (-0,7 Prozent) und Adecco (-0,6 Prozent) als auch für die Papiere der beiden Grossbanken UBS (-0,1 Prozent) und Credit Suisse (-0,3 Prozent). Nachrichten gibt es dabei nur von der UBS, deren Kreditrating von Moody's am Morgen auf Aa3 erhöht wurde.
 
Wenig Reaktion zeigen zunächst die Anteilsscheine von Julius Bär (+0,1 Prozent), nachdem der CEO Bernhard Hodler in einem Interview erklärt hat, den Gewinn der Privatbank weiter steigern zu wollen. Im breiten Markt fällt mit Idorsia (+0,2 Prozent) ein Vertreter aus dem Gesundheitssektor positiv auf. Das Biotechunternehmen hat innerhalb einer Woche den Start einer zweiten Phase-III-Studie angekündigt.
 

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08:41

Der Kurszerfall bei den wichtigsten Kryptowährungen geht weiter. Laut Daten von coinmarketcap.com steht Bitcoin derzeit bei 6481 Dollar. Zu Jahresbeginn war die grösste und bekannteste Cyber-Devise noch mehr als 14'000 Dollar wert. Auch Ethereum, Ripple oder Litecoin haben in den letzten Wochen laufend an Wert eingebüsst.

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08:31

Mittlerweile sind die Börsen in Asien geschlossen. Der Tokioter Leitindex Nikkei 225 sank um 0,75 Prozent auf 22'680,33 Punkte. In der Vorwoche hatte er sich erneut an der Schwelle von 23'000 Punkten festgelaufen. Die Anleger nahmen nun angesichts der neuerlichen Verschärfung im Handelsstreit zwischen China und den USA weitere Gewinne mit. 

Auf dem chinesischen Festland und in der Sonderverwaltungszone Hongkong wurde am Montag feiertagsbedingt nicht gehandelt.

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08:06

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der Bank Julius Bär vorbörslich mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 8632 Punkten berechnet. "Der Handelskrieg zwischen den USA und China geht in die nächste Runde", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Die Spirale aus Sanktionen und Gegen-Sanktionen nimmt jetzt richtig Fahrt auf." Die Regierung von US-Präsident Donald Trump verkündete am Freitag eine zweite Welle von Zöllen auf chinesische Waren.

Unter den SMI-Einzeltiteln fallen ABB, Adecco, Credit Suisse und UBS (alle je -0,3 Prozent) mit den grössten Abschlägen auf. Einzig Novartis (+0,1 Prozent) wird positiv berechnet. Am breiten Markt dürfte Idorsia (+0,8 Prozent) positiv eröffnen.

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07:50

Der Euro ist am Montag im frühen Handel etwas gefallen. Zum US-Dollar pendelt die Gemeinschaftswährung am Morgen bei einem Stand von zuletzt 1,1600 in einer engen Spanne um diese Marke. Zum Franken bewegt sich der Euro ebenfalls in einem engen Band und kostet mit 1,1558 Franken etwas weniger als am Freitagabend. Der US-Dollar hält sich mit 0,9965 Franken recht stabil.

Händler sprechen von einem zunächst impulsarmen Handel. Auch im weiteren Tagesverlauf werden keine Konjunkturdaten aus der ersten Reihe veröffentlicht. Allerdings könnte der Streit in der deutschen Bundesregierung über die Asylpolitik für Kursausschläge sorgen. Schliesslich gilt die Zukunft der Regierung als gefährdet - und damit der Regierung der grössten Volkswirtschaft der EU. 

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07:34

Die Preise für Rohöl stehen Montagmorgen unter Druck. Die Nordseesorte Brent notiert bei 72,78 Dollar (-0,3 Prozent). Ein Barrel der US-Sorte WTI steht bei 63,87 Dollar (-0,6 Prozent).

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06:45

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,6 Prozent tiefer bei 22.708 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,8 Prozent und lag bei 1774 Punkten. Der Handel in China und Hongkong ruhte wegen eines Feiertags. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans fiel um 0,3 Prozent.

"Beim Handel gibt es nicht nur Spannungen zwischen den USA und China, sondern auch zwischen den USA und ihren Verbündeten", sagte Yoshinori Shigemi von JPMorgan Asset Management. US-Präsident Donald Trump könne "den Druck auf andere Länder wie Japan und die Nato-Staaten erhöhen". Stärker als erwartete Exporte im Mai reichten nicht aus, um den Trend in Tokio umzukehren.

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06:36

Ein Euro wurde mit 1,1581 Dollar bewertet nach 1,1607 Dollar zuletzt in den USA. Der Dollar wurde mit 110,52 Yen gehandelt nach 110,66 Yen

(cash/Reuters/AWP)