+++Börsen-Ticker+++ - Daten stützen den Dow - Wochenbilanz negativ

Der Dow Jones Industrial ist am Freitag auf Erholungskurs geblieben. Überwiegend gute Konjunkturdaten stützten wie schon am Vortag die Kurse an der Wall Street.
17.03.2018 01:17
Blick auf das figurengeschmückte Tympanon des New Yorker Börsengebäudes an der Wall Street.
Blick auf das figurengeschmückte Tympanon des New Yorker Börsengebäudes an der Wall Street.
Bild: Pixabay

23:00

Der US-Leitindex legte am Freitag um 0,29 Prozent auf 24 946,51 Punkte zu. Auf Wochensicht ergab sich gleichwohl ein Minus von 1,54 Prozent. Dies resultierte vor allem aus den Irritationen der Anleger nach dem Rauswurf von US-Aussenminister Rex Tillerson durch Präsident Donald Trump und der Ernennung des stramm konservativen CIA-Direktors Mike Pompeo zum Nachfolger.

Der breit gefasste S&P 500 gewann am Freitag 0,17 Prozent auf 2752,01 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 hingegen gab um 0,16 Prozent auf 7019,95 Punkte nach.

Im Blick stand ansonsten weiter das Thema Schutzzölle, nachdem China die USA vor den Konsequenzen eines Handelskrieges gewarnt hatte. Ferner liefen am heutigen "Hexensabbat", dem grossen Verfallstag an den Terminbörsen, Futures und Optionen auf Aktienindizes sowie auf Einzelwerte aus. Das kann die Kursbewegungen an der Wall Street verstärkt haben.

An der Dow-Spitze stiegen die Aktien des Einzelhandelskonzerns Wal-Mart um knapp 2 Prozent. Den letzten Platz hatten die Papiere des Sportartikelherstellers Nike mit einem Minus von fast 1 Prozent inne.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Freitag leicht fester tendiert. Händler sagten, verfallsbezogene Käufe, der stärkere Dollar und gute Konjunkturzahlen hellten die Stimmung auf.

Der SMI schloss praktisch unverändert bei  8883 Punkten. Damit steuert der Leitindex auf einen leichten Wochenverlust zu.

Den stärksten Kursrückgang verbuchten die Aktien von Geberit mit minus 2 Prozent. Auf der anderen Seite setzten sich die Aktien von Lonza mit plus 1,3 Prozent an die Spitze.

Gefragt waren laut Händlern Finanzwerte: Die Grossbanken Credit Suisse und UBS gewannen 0,9 und 0,7 Prozent. Bei den Versicherungen waren Zurich etwas fester, Swiss Re, Swiss Life, Baloise und Helvetia büssten leicht Terrain ein.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:17

Der Euro hat am Freitag spürbar nachgegeben. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,2260 US-Dollar und damit so wenig wie zuletzt Anfang März. Der amerikanische Dollar legte hingegen zu vielen Währungen zu. Der Schweizer Franken schwächte sich am Nachmittag gegenüber dem Euro leicht ab. So kostete die Gemeinschaftswährung 1,1710 CHF nach 1,1699 CHF am Morgen. Der US-Dollar kostet derweil 0,9534 CHF.

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15:17

Der Dow Jones Industrial hat zum Wochenschluss an seine Vortageserholung angeknüpft.  Der US-Leitindex legte am Freitag im frühen Handel um 0,35 Prozent auf 24 960,75 Punkte zu. Auf Wochensicht deutet sich gleichwohl ein Minus von rund 1,5 Prozent an. Damit wirkt der Rauswurf von Rex Tillerson und die gleichzeitige Ernennung des stramm konservativen CIA-Direktors Mike Pompeo zum neuen US-Aussenminister noch negativ nach.

Der breit gefasste S&P 500 gewann am Freitag 0,36 Prozent auf 2757,20 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,39 Prozent auf 7058,21 Punkte.

Überwiegend gute US-Konjunkturdaten stützten erneut die Kurse an der Wall Street. So hatte die Industrieproduktion im Februar überraschend stark zugelegt.

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14:45

Ein Medienbericht über die Ermittlungen gegen US-Präsident Donald Trump in der Russland-Affäre lassen US-Anleger vorsichtig werden. Die Aktienindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 kamen zur Eröffnung am Freitag kaum vom Fleck.

Der "New York Times" zufolge fordert Sonderermittler Robert Mueller von der Firma Trump Organization die Herausgabe von Dokumenten. Mueller untersucht, ob Russland die US-Präsidentenwahl 2016 beeinflusst und Kontakte zum Wahlkampfteam Trumps gehabt hat. "Obwohl alles bislang bestenfalls vage ist, rücken mit der Vorladung die Ermittlungen einen Schritt näher an den Präsidenten heran", sagte Rabobank-Analyst Bas von Geffen. "Die Märkte mögen diese zusätzliche Unsicherheit mit Sicherheit nicht."

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Adobe im Fokus, die um 3,8 Prozent auf ein Rekordhoch von 227,24 Dollar stiegen. Der Anbieter der Bildbearbeitungssoftware "Photoshop" steigerte seinen Gewinn überraschend stark.

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13:40

Die Ölpreise sind am Freitag etwas gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete im Mittagshandel 65,18 US-Dollar. Das waren sechs Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April stieg um 13 Cent auf 61,32 Dollar.

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13:00

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag nach einem etwas schwächeren Beginn die Vorzeichen gewechselt und gewinnt zur Mittagszeit leicht an Wert.  Der Swiss Market Index (SMI) steigt bis 12 Uhr um 0,16% auf 8'893,49 Punkte und liegt damit im Wochenvergleich mit 0,4% im Minus. Bei den Blue Chips verlieren Dufry (-1,0%) weiter an Wert, nachdem die Titel am Vortag im Anschluss an die Zahlenpräsentation um gut 6% eingebrochen waren.

nsgesamt haben Dufry die Kurseinbussen im Handelsverlauf etwas eingegrenzt und so stehen nun Geberit mit einem Minus von 1,5% am Ende der SMI/SLI-Tabelle. Weitere grössere Abgaben sind etwa auch noch bei Logitech (-0,8%) oder Baloise (-0,7%) zu sehen.

Ganz im Gegensatz dazu klettern Credit Suisse um 1,2% in die Höhe und auch der Branchennachbar UBS gewinnt ein halbes Prozent. Der SMI wird zudem von den Index-Schwergewichten Novartis und Nestlé getragen, die nach einem etwas schwächeren Beginn nun 0,3% respektive 0,6% ansteigen. Die Roche-Genussscheine (-0,5%) bleiben indessen in der Verlustzone stehen. Bereits am Donnerstag hatte der Dividendenabgang stark auf den Kurs von Roche gedrückt.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbörsenbericht lesen Sie hier.

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12:00

In der Hoffnung auf eine neue Übernahmeofferte steigen Anleger bei Qualcomm ein. Die Aktien des Chip-Herstellers stiegen am Freitag im vorbörslichen US-Geschäft um 3,3 Prozent.

Insidern zufolge will der frühere Qualcomm-Manager Paul Jacobs gemeinsam mit anderen Investoren für seinen alten Arbeitgeber bieten, habe bislang aber noch keine Finanzierung auf die Beine stellen können.

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09:40

Der Börsenschluss in Asien ist geprägt um Berüchtungen einer aggressiveren US-Aussenpolitik. Der wichtigste japanische Index Nikkei 225 gab um 0,58 Prozent auf 21 676,51 Punkte nach. Der CSI 300 als wichtigster Index auf dem chinesischen Festland gab ebenfalls 0,6 Prozent nach und schloss bei 3270,39 Punkten. Der Hongkonger Hang Seng notiert kurz vor Börsenschluss bei rund 31 450 Punkten und liegt damit knapp 0,3 Prozent im Minus.

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09:20

Der SMI legt einen zähen Start hin und fällt wegen mehreren externen Einflüssen ins Minus. Die Nachrichtenlage zu den Grosskonzernen ist dagegen eher dünn.  Der SMI  fällt nach Handelsbeginn um 0,08 Prozent auf 8871 Punkte. Auf Wochensicht hat der Index somit knapp 60 Punkte verloren.

Im Handel mit europäischen Aktien ist zum Wochenschluss mit Schwankungen zu rechnen. Der Grund dafür ist der sogenannte "Hexensabbat" oder "grosse Verfall" am Optionsmarkt. Am heutigen Freitag laufen nämlich an der Termin- und Optionsbörse Eurex sowohl Futures als auch Optionen auf Aktienindizes und Einzelwerte aus. Im Handelsverlauf dürften dann US-Daten zum Immobilienmarkt, zur Industrie und zum Konsumentenvertrauen in den Fokus der Anleger rücken.

Nach wie vor beschäftige auch der weltweit drohende Handelskrieg die Anleger, während sich der diplomatische Konflikt zwischen Grossbritannien und Russland um das Giftattentat auf einen russischen Ex-Spion verschärfe, meinte ein Händler. Am Vorabend hatten die US-Börsen uneinheitlich geschlossen.

BKB-Anlagechef Sandro Merino im cash-Börsen-Talk: Warum Schweizer Aktienanleger über den Tellerrand schauen sollten

Die Index-Schwergewichte Novartis (-0,08 Prozent), Nestlé (-0,05 Prozent) und Roche (-0,23 Prozent) geben, die Titel der Grossbanken UBS (-0,20 Prozent) und Credit Suisse (+0,43 Prozent) entwickeln sich hingegen unterschiedlich.

Bei Swatch (+0,15 Prozent) zeichnen sich leichte Kursgewinne ab. Swatch-Chef Nick Hayek hatte am Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz Optimismus versprüht, was das Wachstum im laufenden Jahr betrifft. Er geht weiterhin von einer guten Nachfrage nach Schweizer Uhren aus, dies getragen von chinesischen Konsumenten.

 

 

Richemont (-0,21 Prozent) treibt derweil die geplante Vollübernahme des italienischen Onlinehändlers Yoox Net-A-Porter (YNAP) um. Nachdem der Angebotsprospekt von den zuständigen italienischen Behörden genehmigt wurde, hat der Luxusgüterkonzern zur Finanzierung des Deals in drei Tranchen Anleihen im Gesamtumfang von 3,75 Mrd Euro am Markt platziert.

Dufry (-0,96 Prozent) könnten sich nicht vom Kursrutsch des Vortages erholen. Die Papiere des Reisedetailhändlers hatten am Donnerstag mit der Veröffentlichung der Jahreszahlen um mehr als 6 Prozent nachgegeben. Dabei habe die Ankündigung einer Dividende ohne genaue Höhe unter Anleger Fragen aufgeworfen.

Ist der Höhenflug der Bachem-Aktie vorbei?

Während es zu den Blue Chips-Unternehmen kaum News gibt, haben einige Firmen aus der zweiten Reihe Geschäftszahlen vorgelegt. Dem Biochemie-Unternehmen Bachem (noch kein Kurs) gelang im Jahr 2017 erneut eine deutliche Steigerung im Umsatz und beim operativen Gewinn, die Vorgaben von Analysten wurden damit allerdings nicht ganz erreicht. Weiter haben die Beteiligungsgesellschaft Pargesa und der Finanzbroker CFT Zahlen vorgelegt.

Die Aktien Flughafen Zürich (+0,57 Prozent) und Sonova (+1,0 Prozent) könnten derweil am Freitag von jeweiligen Ratingerhöhungen durch Analysten profitieren.

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08:20

Die Bank Julius Bär errechnet für die Schweizer Börse einen schwächeren Handelsstart: Der SMI dürfte um 0,13 Prozent auf 8867 Punkte nachlassen. Sämtliche Titel sind an diesem im Leitindex nachrichtenarmen Morgen tiefergestellt: Zykliker und die Grossbanken fallen leicht stärker als die übrigen Aktien, das Schlusslicht bildet die Credit Suisse mit -0,18 Prozent (zu den vorbörslichen Kursen). 

 

 

Dabei dürfte der Quartalsverfall an der Terminbörse Eurex das Geschehen beeinflussen, sagten Händler. "Am Hexensabbat kann es in alle Richtungen gehen", sagte ein Händler. "Auf jeden Fall gibt grosse Umsätze." Am dreifachen Verfall laufen Optionen und Futures auf Aktien und Indizes aus.

Nach wie vor könnte nach Einschätzung von Händlern die Angst vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China die Anleger von grösseren Käufen abhalten. Zudem sorgen die Personalrochaden im Weissen Haus für Verunsicherung. US-Präsident Donald Trump will einem Medienbericht zufolge auch seinen Nationalen Sicherheitsberater H.R. McMaster austauschen.

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06:45

Sorgen über eine anhaltende Personalrochade im Weissen Haus und eine Zuspitzung der Russland-Affäre von US-Präsident Donald Trump haben die japanischen Börsen am Freitag belastet. Hinzu kam die Furcht vor einem sich anbahnenden Handelskrieg zwischen den USA und China, sollte Trump tatsächlich Zölle auf chinesische Importe verhängen.

 

 

Der Leitindex Nikkei verlor bis zum frühen Nachmittag in Tokio 0,5 Prozent auf 21'697 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,3 Prozent. Am Devisenmarkt notierte der Euro kaum verändert bei 1,2303 Dollar. Zur japanischen Währung notierte der Dollar mit 105,94 Yen schwächer.

(cash/AWP/Reuters)