Der Dow Jones bleibt lethargisch

Der Dow Jones Industrial ist am Montag wie schon in der vergangenen Woche nur wenig von der Stelle gekommen.
10.09.2018 22:32
Die Börse an der Wall Street in New York.

22:30

Zum Handelsende notierte der anfangs noch freundliche US-Leitindex 0,23 Prozent im Minus bei 25 857,07 Punkten. Etwas besser hielten sich die anderen Indizes: Während der marktbreite S&P 500 um 0,19 Prozent auf 2877,13 Punkte stieg, gewann der technologielastige Nasdaq 100 0,23 Prozent auf 7447,68 Zähler. Beide Börsenbarometer hatten davor - anders als der stagnierende Dow - vier Tage in Folge Verluste verzeichnet. Bereits am Freitag hatte die Aussicht auf eine weitere Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China den amerikanischen Aktienmarkt nur mässig belastet.

Weiter in Mitleidenschaft zog der Handelsstreit auch die Apple-Aktien : Sie sanken um 1,34 Prozent. Schon am Freitag war es deutlich nach unten gegangen, nachdem der Konzern gewarnt hatte, dass Komponenten für etliche Produkte wie die Apple Watch, die AirPods und den Mac Mini von den Strafzöllen gegen China betroffen wären. Damit dürften die Kosten für Apple steigen und es könnte weniger Gewinn abfallen.

Am Samstag hatte Trump als Reaktion auf die Apple-Aussagen zu möglichen Preissteigerungen getwittert, es gebe für den Konzern "eine einfache Lösung mit null Prozent Abgaben und sogar Steueranreizen. Stellen Sie Ihre Produkte in den Vereinigten Staaten her statt in China", forderte er den iPhone-Hersteller auf.

Beim chinesischen Amazon -Konkurrenten Alibaba sorgte der angekündigte Rückzug des Gründers Jack Ma für schlechte Stimmung: Die in New York gelisteten Anteilsscheine des Online-Riesen büssten 3,70 Prozent ein. In genau einem Jahr - an seinem 55. Geburtstag - will Ma den Vorsitz im Verwaltungsrat an Daniel Zhang übergeben, der schon seit mehreren Jahren als Firmenchef das Tagesgeschäft verantwortet.

Derweil konnten sich die Aktien des Elektroautobauers Tesla nach einem zweiwöchigen Kursrutsch mit einem Plus von achteinhalb Prozent sichtbar stabilisieren. Zuletzt hatten der Weggang wichtiger Führungskräfte und einmal mehr ein bizarrer Auftritt von Unternehmenschef Elon Musk die Anleger irritiert.

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17:30

Die Kurse an der Schweizer Börse haben am Montag auf breiter Front angezogen.  Gute Umsatzzahlen des Luxusgüterherstellers Richemont, der schwächere Franken und die Hoffnung auf neue Steuererleichterungen für US-Unternehmen stimmten die Anleger zuversichtlich. Der SMI stieg um ein Prozent auf 8935 Punkte. In der Vorwoche war der SMI 1,5 Prozent gefallen.

Als Marktstütze erwiesen sich die Indexschwergewichte. Die Novartis-Aktien stiegen um 1,5 Prozent, nachdem Bank of America Merrill Lynch die Empfehlung für den Pharmakonzern auf "Buy" von "Underperform" angehoben hat. Die Roche-Scheine hinkten mit 0,7 Prozent Kursplus hinterher. Die Bank senkte die Empfehlung für den Novartis-Rivalen auf "Neutral" von "Buy". Die Aktien des dritten SMI-Riesen Nestle stiegen um 1,2 Prozent.

Die meisten Finanzwerte zogen an. Die Anteile der Credit Suisse legten unterstützt von einer Hochstufung auf "Equal-Weight" von "Underweight" durch Barclays 0,7 Prozent zu. Die Aktien von Rivale UBS dagegen waren stabil.

Bei den Versicherungen gewann Swiss Re 1 Prozent an Wert.

Am breiten Markt legten die Aktien von Dormakaba 1,9 Prozent zu. Die Schliesstechnik-Firma veröffentlicht am Dienstag den Jahresabschluss 2017/18.

Schwächer waren Aktien aus dem Technologiebereich. AMS, Kudelski, Logitech und U-blox litten nach Ansicht von Händlern unter der Schwäche der Branche in den USA.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:50

In der Hoffnung auf einen weiteren Gewinnschub für US-Unternehmen haben Anleger Aktien an der Wall Street gekauft.  Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stiegen am Montag um bis zu 0,4 Prozent.

Rund zwei Monate vor den US-Zwischenwahlen wollen die Republikaner im Repräsentantenhaus ihre "Steuerreform 2.0" vorstellen. Investoren rechneten damit, dass der Kongress die darin enthaltenen zusätzlichen Steuererleichterungen noch vor dem Monatsende durchwinken werde, sagte Scott Brown, Chefökonom beim Vermögensberater Raymond James.

Am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump weitere Zölle auf chinesische Importe im Volumen von 267 Milliarden Dollar angedroht - zusätzlich zu den bereits angekündigten Abgaben auf Produkte im Volumen von 200 Milliarden Dollar.

Bei den Einzelwerten sorgte Fred's für Aufsehen. Die Papiere der Apothekenkette stiegen um mehr als 60 Prozent. Das Unternehmen verkauft seine Kundenakten von 185 Filialen sowie deren Inventar für 165 Millionen Dollar an den Konkurrenten Walgreens. Dessen Titel legten ein Prozent zu.

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15:05

Eine Einigung über den Brexit sei binnen 6 bis 8 Wochen realistisch, sagte EU-Chefunterhändler Michael Barnier. Das englsiche Pfund steigt um 0,9 Prozent auf 1,3035 Dollar. Auch der Euro gewinnt und notiert zum Dollar bei 1,1606.

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13:47

Die Ölpreise sind am Montag moderat gestiegen. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 77,40 US-Dollar. Das waren 57 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung stieg um 43 Cent auf 68,18 Dollar.

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12:03

Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Montag fester. Nach einer der schwächsten Wochen seit längerer Zeit sehe man «hier und dort» etwas Erholung - vor allem in den zuvor schwächsten Titeln, sagte ein Händler.  Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 12 Uhr 0,80 Prozent auf 8'910 Punkte. Besonders stark bewegen die Schwergewichte Novartis (+1,6% auf 80.40 Fr.) und Roche (-0,2%) den Index. Dabei profitieren Novartis von einer Kaufempfehlung durch Merrill Lynch: Neu heisst es "Buy" nach zuvor noch "Underperform" - bei einem Kursziel von 100 Franken nach 85.

Deutlich fester notieren auch Richemont (+1,2%) nach einem Zwischenbericht. Der Luxusgüterkonzern erzielte in den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahrs deutlich mehr Umsatz, auch organisch wurden die Markterwartungen übertroffen. Neu wird zudem Jérôme Lambert die Leitung der Gruppe übernehmen. Im Schlepptau von Richemont legen auch Swatch (+1,1%) zu.

Bei Clariant (+1,3%) wurde derweil der Einstieg des saudi-arabischen Chemieriesen Sabic von den Wettbewerbsbehörden genehmigt. Die prozentual grössten Gewinne verzeichnen indes Dufry (+2,1%), nachdem die Titel in der Vorwoche zu den grössten Verlieren unter den Bluechips gehörten.

Dagegen sind Logitech (-0,9%) entgegen den Trend deutlich schwächer. Der Hersteller von Computerzubehör ist auch abhängig vom Erfolg von Apple.

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12:00

Anleger haben sich am Montag mit Anleihen und Aktien aus Italien eingedeckt. Gefragt waren vor allem Banktitel wie die von UniCredit oder Intesa Sanpaolo. Der Index der Finanzbranche stieg um 4,5 Prozent. Der Auswahlindex der Mailänder Börse legte um 1,8 Prozent auf 20.820 Punkte zu. Weil Investoren auch bei Staatsanleihen zugriffen, fiel die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Sechs-Wochen-Tief von 2,74 Prozent.

Auslöser der Rally waren Experten zufolge Aussagen des italienischen Finanzministers Giovanni Tria vom Wochenende. Er kündigte für 2019 eine leichte Verbesserung der Haushaltslage an. Ausserdem erklärte Ministerpräsident Giuseppe Conte, dass die Regierung aus der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega niemals einen Austritt aus der Europäischen Union oder der Euro-Zone in Betracht gezogen habe.

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10:10

Die Aktien von europäischen Chipherstellern haben am Montag nach Äusserungen von US-Präsident Donald Trump über Apple auf der Beliebtheitsskala weit unten rangiert.  Die Titel von Dialog Semiconductor und Infineon gaben an der Börse in Frankfurt um jeweils mehr als ein Prozent nach. In Mailand rutschten die Aktien von STMicroelectronis um 2,2 Prozent ab. Die in London notierten Titel von IQE und die Papiere des Schweizer Apple-Lieferanten AMS verloren ebenfalls jeweils gut zwei Prozent. In Asien standen die dortigen Chipproduzenten unter Druck.

Trump riet Apple am Samstag in einem Tweet über den Kurznachrichtendienst Twitter, wegen Zöllen von Seiten Chinas seine Produktion mehr in die USA zu verlegen. Apple hatte zuvor gewarnt, weitere milliardenschwere Zölle auf chinesische Importprodukte hätten Preissteigerungen für US-Konsumenten zur Folge.

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10:04

Erleichterung bei Devisenanlegern nach den Wahlen in Schweden: Anleger griffen am Montag bei der Landeswährung zu, nachdem die rechten Schwedendemokraten weniger stark zugelegt hatten als im Vorfeld der Parlamentswahl am Sonntag von Marktteilnehmern befürchtet wurde. Ein Euro verbilligte sich im Gegenzug um 0,7 Prozent auf 10,42 schwedische Kronen. Ein Dollar kostete mit 9,02 Kronen zeitweise ein halbes Prozent weniger. Der Leitindex der Aktienbörse in Stockholm notierte unverändert bei 1618 Punkten.

"Eine Regierungsbeteiligung der Schwedendemokraten wäre meines Erachtens ein 'Game-Changer' für die Krone gewesen", sagte Währungsspezialist Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. "Doch danach sieht es momentan nicht aus." Die rechtsgerichtete Partei steigerte ihren Stimmenanteil bei den Parlamentswahlen auf 17,6 Prozent von 12,9 Prozent. Sie selbst hatte sich das Ziel von 20 Prozent gesteckt.

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09:10

Mit dem Börsenstart fassen die Kurse im SMI wieder Tritt. Luxusgüter laufen heute besonders gut. Der Schweizer Aktienmarkt startet nach einer verlustreichen Woche fester in den Handel. SMI legt nach dem Börsenstart um 0,25 Proent auf 8865 Punkte zu.

Die Vorgaben von den asiatischen Börsen sind am Montag uneinheitlich: Während die Börsen in Japan und Südkorea stabile Kurse meldeten, ging es an Chinas Märkten abwärts. US-Präsident Donald Trump hatte Peking weitere Zölle auf Waren im Wert von 267 Milliarden US-Dollar angedroht. Derweil zogen die chinesischen Konsumentenpreise erneut etwas stärker an als zuletzt, liegen allerdings weiter deutlich unter dem Ziel der Regierung.

Ins Auge stechen Richemont (+1,8 Prozent) mit einem kräftigen Plus. Der Luxusgüterkonzern erzielte in den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahrs deutlich mehr Umsatz, auch organisch konnten die Markterwartungen übertroffen werden. Neu wird zudem Jérôme Lambert die Leitung der Gruppe übernehmen. Nach dem Abgang von Richard Lepeu im April 2017 war bewusst auf die Nominierung eines neuen Geschäftsleiters verzichtet und die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt worden. Im Schlepptau von Richemont legen auch Swatch (+1 Prozent) zu.

Mehr zu Richemont: Luxusgüterkonzern wächst kräftig - Aktie gesucht

Credit Suisse (-0,2 Prozent) konnen wenig von einer Heraufstufung profitieren. Barclays sagt neu "Equal Weight" nach zuvor "Underweight".

Die Schwergewichte gehen auseinander: Während Nestlé (+0,25 Prozent) wie der Markt steigen, verlieren Roche (-0,1 Prozent) etwas, dafür legen Novartis (+1 Prozent) legen zu. Swiss Re (+0,1 Prozent) tendieren wenig auffällig. Der Rückversicherer rechnet mit einem stabilen Preisumfeld, wie das Unternehmen anlässlich des jährlichen Branchentreffens "Les Rendez-vous de Septembre" in Monte Carlo schreibt. Das Marktumfeld bleibe zwar herausfordernd, es böten sich aber kurz- und langfristig Wachstumschancen.

Am breiten Markt zeigen sich AMS (1,8 Prozent) und Logitech (-1,5 Prozent) entgegen den Trend schwächer. Auch in den USA litten die Bewertungen der Tech-Werte in der vergangenen Woche unter Gewinnmitnahmen.

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08:35

Der Franken befindet sich wieder leicht über der Marke von 1.12 - genaugenommen 1.1201. Aber zur Gemeinschaftswährung bleibt der Aufwertungsdruck bestehen. Am Sonntagabend war der Kurs sogar bis auf 1,11595 gefallen.

 

 

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08:30

Auch zum Auftakt der neuen Woche haben sich die Verluste an Chinas Aktienmärkten nach neuen Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump fortgesetzt. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an den Börsen des chinesischen Festlands stand im späten Montagshandel 1,26 Prozent tiefer bei 3236,22 Punkten, nachdem er in der vergangenen Woche bereits um mehr als 2 Prozent abgesackt war. Der Hang Seng in Hongkong verlor nach einer ebenfalls sehr schwachen Vorwoche bislang 1,21 Prozent auf 26'647,86 Zähler.

In Japan atmeten die Anleger nach den Abschlägen der vergangenen Tage am Montag erst einmal ein wenig durch. Der Tokioter Leitindex Nikkei 225 schloss 0,30 Prozent höher bei 22'373,09 Punkten. Japans Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal noch stärker als zunächst angenommen.

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08:10

Der SMI legt um 0,23 Prozent auf 9963 Punkte zu. Richemont (+2,1 Prozent) steigen nach den 5-Monats-Zahlen deutlich, auch Swatch (+2,1 Prozent) legen zu, da die Zahlen des Mitbewerbers generell als positiv für die Schweizer Uhren- und Schmuckbranche gewertet werden können. Von den 20 SMI-Titeln ist nur Roche (-0,4 Prozent) im Minus (zu den vorbörslichen Kursen).

Am breiten Markt fallen unter anderem AMS (-0,9 Prozent) zurück. Dies wird im Zusammenhang mit Äusserungen von US-Präsident Donald Trump gesehen, der dem AMS-Kunden Apple wegen des Handeskonflikts mit China Produktionsverlagerungen empfohlen hat.

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06:50

Der Franken ist zum Euro stärker geworden. Der Kurs steht aktuell bei 1.1197, nachdem der Euro in der Nacht etwas zugelegt hat. Der Dollar steht zur Schweizer Währung aktuell bei 0.9700.

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06:45

Die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit China haben Asiens Aktienmärkte belastet. Die Börse in Shanghai notierte 0,7 Prozent im Minus. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans sank 0,1 Prozent. Trump hatte am Freitag gesagt, zusätzlich zu unmittelbar drohenden Zöllen auf chinesische Waren in Höhe von 200 Milliarden Dollar könne er kurzfristig weitere Abgaben anordnen.

 

 

Diese beträfen zusätzliche Importe im Umfang von 267 Milliarden Dollar. Am Aktienmarkt in Tokio bewegt sich der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit 22'336 Punkten hauchdünn im Plus. Er wurde gestützt von neuen Wirtschaftsdaten. So wuchs Japans Wirtschaft im vergangenen Quartal deutlich stärker als zunächst angenommen.

(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)