+++Börsen-Ticker+++ - Dow gibt vor US-Zinsentscheid weiter nach

Die Standardwerte-Indizes an der Wall Street haben am Dienstag weiter nachgegeben. Allerdings fielen die Verluste einen Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed moderater als zu Wochenbeginn aus.
25.09.2018 22:35
Trader an der Börse in New York.
Trader an der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial konnte nach einem freundlichen Start seine Gewinne nicht dauerhaft behaupten - er schloss 0,26 Prozent tiefer bei 26 492,21 Punkten. Ähnlich erging es dem marktbreiten S&P 500 , der sich mit einem Minus von 0,13 Prozent bei 2915,56 Punkten aus dem Handel verabschiedete. Beide Börsenbarometer hatten bereits am Montag ihrer vorherigen Rekordjagd Tribut gezollt. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 hatte es derweil zu Wochenbeginn knapp in die Gewinnzone geschafft und gewann am Dienstag weitere 0,19 Prozent auf 7563,19 Zähler.

Bewegende amerikanische Unternehmensnachrichten waren am Dienstag dünn gesät. Dass die beiden Gründer der Facebook gehörenden Fotoplattform Instagram ihren Abschied nehmen, kam am Markt nicht gut an: Die Aktien des weltgrössten Online-Netzwerks sanken um 0,30 Prozent.

Eine Bestätigung von Medienberichten, wonach das legendäre italienische Modehaus Versace an die US-Modegruppe Michael Kors verkauft wird, sorgte für vergleichsweise wenig Bewegung: Die Papiere der Amerikaner, die am Vortag um mehr als 8 Prozent abgesackt waren, erholten sich nun um knapp 2 Prozent.

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18:15

An der Schweizer Börse hat sich die Stimmung am Dienstag spürbar aufgehellt, nachdem die Kurse zuletzt leicht unter Druck gekommen waren.  Der Swiss Market Index (SMI) schloss am Dienstag mit 0,84 Prozent im Plus bei 9'021,61 Punkten.

Die Lonza-Papiere gingen mit einem Kursanstieg von 5,1 Prozent bei den Blue Chips als klarer Tagessieger aus dem Handel. Am Investorentag bekräftigte das Management die ambitionierten Wachstumsziele, die der Konzern mit dem Drei-Säulen-Ansatz - mit Pharma & Biotech, Verbrauchergesundheit, Verbraucher- und Ressourcenschutz - erreichen will.

Kräftige Unterstützung boten dem Gesamtmarkt die Avancen von Novartis (+1,7%) und Roche (+1,4%). Novartis kündigte an, in den kommenden Jahren die Effizienz weiter stärken zu wollen und streicht dazu in der Schweiz mehr als 2'000 Stellen. Der Kostenschnitt kam an der Börse gut an.

Die Papiere der Grossbanken gewannen mit der Aussicht auf die nächste Zinserhöhung in den USA ebenfalls an Wert. Vor allem UBS verteuerten sich um 0,7 Prozent, während Credit Suisse lediglich um 0,1 Prozent zulegten. Die Zinsanhebung in den USA dürfte den Bankaktien weitere Mittelzuflüsse bescheren, so die Meinung am Markt.

Von steigenden Zinsen profitiert in der Regel auch die Versicherungsbranche: An der Börse rückten die Aktien von Zurich Insurance um 0,9 Prozent und jene von Swiss Re um 0,8 Prozent vor. Fester schlossen etwa auch Sonova (+1,1%), nachdem der Start des Aktienrückkaufprogramms auf den 10. Oktober festgesetzt wurde.

Im breiten Markt fielen Asmallworld mit einem Plus von 1,5 Prozent auf. Das soziale Netzwerk gab die Übernahme der deutschen Luxusreise-Community First Class&More bekannt. Am Vortag hatte zudem einer der Hauptaktionäre seine Beteiligung ausgebaut.

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17:10

Der Dow Jones fällt während der Rede von US-Präsident Donald Trump vor der UNO-Vollversammlung um 0,2 Prozent. Der Dax dreht ebenfalls leicht ab und notiert minimal schwächer.

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16:44

Das gab es seit einem Jahrzehnt nicht mehr: eine Gewinnwarnung von BMW. Der Autobauer schien gut auf Kurs zu sein. Aber eine ganze Reihe von Gründen hat ihm jetzt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Eine Gewinnwarnung hatte es bei BMW zuletzt vor zehn Jahren gegeben. Die Anleger reagierten erschrocken, die Aktie brach am Dienstagnachmittag zwischenzeitlich um über fünf Prozent ein.

Statt eines Umsatzanstiegs erwartet BMW jetzt einen leichten Umsatzrückgang. Im Autogeschäft dürfte der Anteil des Gewinns am Umsatz nur noch "mindestens 7 Prozent" erreichen - anstelle der bisher als strikter Rahmen geltenden 8 bis 10 Prozent.

Und der Gewinn vor Steuern dürfte um 5 bis 10 Prozent unter den 10,7 Milliarden Euro des vergangenen Jahres bleiben.

BMW ist mit seiner Gewinnwarnung nicht allein im Markt: Daimler hatte bereits im Juni einen Gewinnrückgang angekündigt. Mit ähnlichen Gründen wie der Stuttgarter Konkurrent erklärte dies jetzt auch BMW.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigen in diesem Jahr von 6,1 Milliarden auf 7 Milliarden Euro. Der starke Euro schmälert das Ergebnis um etwa 750 Millionen Euro, weil für in Dollar oder anderen Währungen verkaufte Autos weniger Geld in die Kasse kommt.

Die höheren Zölle für SUVs, die BMW aus dem Werk Spartanburg in den USA nach China exportiert, kosten den Autobauer 300 Millionen Euro. Der Verkauf in Europa leidet darunter, dass sich BMW nicht an der Rabattschlacht im Zuge der WLTP-Umstellung beteiligt.

Und viele Rückrufe - von Südkorea über Grossbritannien bis in die USA - schlagen ins Kontor. Diese Umstände würden sich sowohl im dritten als auch im vierten Quartal deutlich auf das Konzernergebnis vor Steuern und auf die Gewinnspanne im Segment Automobile auswirken, teilte BMW mit.

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16:42

Das von einer Währungskrise gebeutelte Argentinien wechselt mitten in den Verhandlungen mit dem IWF erneut den Notenbankchef aus. Der erst seit Juni amtierende Zentralbank-Präsident Luis Caputo reichte am Dienstag bei Staatschef Mauricio Macri seinen Rücktritt ein. In einer Erklärung der Notenbank wurden dafür persönliche Gründe angeführt. In Medienberichten war zuletzt von wachsenden Spannungen zwischen Wirtschaftsminister Nicolas Dujovne und Caputo die Rede. Zum neuen Notenbankchef wurde der Ökonom und Vize-Wirtschaftsminister Guido Sandleris ernannt, der als rechte Hand Dujovnes gilt.

Die Nachricht platzte mitten in die abschließenden Gespräche des wirtschaftlich angeschlagenen südamerikanischen Staates mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), von dem sich Argentinien eine Kreditlinie in Höhe von 50 Milliarden Dollar erhofft. Die Wirtschaft ächzt unter hohen Zinsen. Zugleich hat der Peso zum Dollar in diesem Jahr bereits rund die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Nach dem Bekanntwerden des Wechsels an der Notenbankspitze ging es mit der Landeswährung weiter bergab. Sie gab zu Handelsbeginn um 4,6 Prozent zum Dollar nach. Auch an der Börse reagierten die Investoren verunsichert. Der Leitindex Merval in Buenos Aires fiel um mehr als zwei Prozent.

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15:50

Am Tag vor der US-Zinsentscheidung sind die Anleger an der Wall Street am Dienstag in Deckung geblieben. Der Dow Jones, der am Montag 0,7 Prozent verloren hatte, stieg im frühen Handel um 0,3 Prozent auf 26.630 Punkte. S&P 500 und Nasdaq-Composite traten auf der Stelle.

Bei den Einzelwerten standen Facebook mit einem Abschlag von 2,4 Prozent auf 161,51 Dollar im Fokus. Das Internet-Netzwerk verliert mit dem Abgang der beiden Instagram-Gründer Kevin Systrom und Mike Krieger zwei seiner wichtigsten kreativen Manager. Erst vor wenigen Monaten hatte Whatsapp-Gründer Jan Koum bei Facebook gekündigt. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge kam es zuletzt immer wieder zu Streitigkeiten zwischen den Instagram-Gründern und Facebook-Chef Mark Zuckerberg über die Ausrichtung des Fotodienstes.

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14:00

Die Schweizer Börse hat am Dienstag zu einer Erholung angesetzt. Dank Rückenwind für die Pharma- und Finanzwerte schnitt der Markt besser ab als andere europäische Handelsplätze.  Der SMI rückte um 0,7 Prozent auf 9008 Punkte vor. Am Vortag hatte der Standardwerteindex 0,6 Prozent verloren.

"Die Anleger hoffen auf eine Einigung im Handelsstreit", erklärte ein Händler. Vorerst gab es dafür allerdings wenig Anzeichen. Auch der Anstieg des Ölpreises auf den höchsten Stand seit vier Jahren nähre Bedenken bezüglich des weltweiten Wirtschaftswachstums, hiess es am Markt. Grund für die Rally sind drohende Ausfälle iranischer Lieferungen durch die neuen US-Sanktionen gegen das Land.

Von den 20 SMI-Werten legten 17 zu. Ganz oben auf den Kauflisten der Anleger standen Lonza. Die Anteile des Pharmazulieferers legten 2,8 Prozent zu. Lonza hat anlässlich des Kapitalmarkt-Tages den mittelfristigen Ausblick bestätigt. Die Firma peilt bis 2022 unter anderem ein Umsatzwachstum auf 7,5 Milliarden Franken an. Auch über 2022 hinaus sei der Ausblick positiv. Händler erklärten, das Basler Unternehmen habe weitere Margensteigerungen in Aussicht gestellt.

Novartis rückten ein Prozent vor. Der Pharmakonzern will in der Schweiz und in Grossbritannien insgesamt rund 2500 Stellen streichen, um die operativen Margen zu verbessern. Die Titel des Konkurrenten Roche gewannen 1,1 Prozent. Die von Roche vorgelegten Studiendaten zu zwei Wirkstoffen gegen Lungenkrebs fielen im einem Fall sehr, im anderen Fall weniger überzeugend aus, erklärten die Analysten der Bank Vontobel. Beide Pharmawerte seien dem Gesamtmarkt zuletzt hinterhergehinkt und hätten Aufholpotenzial, sagten Händler.

Ebenfalls gesucht waren Finanzwerte. Die einzigen Verlierer unter den Standardwerten waren die Aktien von konjunkturabhängigen Unternehmen. Der Luxusgüterkonzern Richemont sank 0,5 Prozent, der Elekrotechniker ABB 0,4 Prozent.

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13:51

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat deutlich zugelegt. Das Opec-Sekretariat meldete am Dienstag, dass der Korbpreis am Montag 78,81 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 1,73 Dollar mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

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13:33

Eine Gewinnwarnung brockt BMW den grössten Kursrutsch seit fast zweieinhalb Jahren ein. Die Aktien fallen um 5,9 Prozent auf ein Zwei-Monats-Tief von 78,59 Euro.

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12:02

Der Rückzug der Instagram-Mitgründer Kevin Systrom und Mike Krieger aus dem Konzern setzt Facebook zu. Die Aktien verlieren im vorbörslichen US-Geschäft 2,2 Prozent.

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12:00

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am späten Dienstagvormittag im Plus. Der schwelende Handelskrieg zwischen den USA und China vermiest den Anlegern offenbar nicht die Laune.  Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 12 Uhr um 0,5 Prozent höher bei 8991 Punkten. Gestützt wird der Markt durch die Schwergewichte Novartis und Roche, die 0,9 Prozent respektive 0,4 Prozent zulegen.

Auch die Grossbankentitel Credit Suisse und UBS legen 0,8 und 1 Prozent zu. Händler meinen, dass die in dieser Woche erwartete Fed-Zinsanhebung weitere Mittelzuflüsse in die Finanzwerte auslösen werde und rechnen nun mit einer Kaufwelle.

Lonza (+2,3%) verzeichnen starke Kursavancen. Fester notieren auch Sonova (+0,7%), nachdem der Start des Aktienrückkaufprogramms auf den 10. Oktober festgesetzt wurde. Auch LafargeHolcim (+0,8%) legen zu, obwohl Kepler Cheuvreux für letztere das Kursziel gesenkt hat.

Deutliche Abgaben verzeichnen hingegen ABB (-0,5%) sowie Richemont (-0,5%).

in Prozent im Minus notieren a Asmallworld, die im frühen Handel noch zu den Spitzenreitern gehört hatten. Das soziale Netzwerk für Reiche gab die Übernahme der deutsche Luxusreise-Community First Class&More bekannt. Am Vortag hatte zudem einer der Hauptaktionäre seine Beteiligung ausgebaut.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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10:32

Novartis-Aktien gehören am Dienstag zu den Spitzenreitern unter den Blue Chips. Der Pharmakonzern hatte am Morgen einen gross angelegten Stellenabbau in der Schweiz angekündigt.  Gegen 10.10 Uhr ziehen die Aktien von Novartis um 1,1 Prozent an. Der Leitindex SMI steigt zeitgleich um 0,28 Prozent.

Der heute angekündigte Stellenabbau ist Teil eines bereits vor mehr als zwei Jahren angekündigten Restrukturierungsprogramms, stellen die Analysten der UBS in einem ersten Kommentar fest. Bereits im Januar 2016 habe die Novartis-Spitze erklärt, man denke über eine Straffung des globalen Produktionsnetzes nach.

Die UBS-Experten weisen zudem darauf hin, dass der neue Konzernlenker Vasant Narasimhan unlängst vor Investoren eingeräumt habe, dass Novartis in der Vergangenheit nicht unbedingt die Kostenführerschaft innegehabt habe. Da Novartis eine Marge im mittleren 30-Prozent-Bereich anpeile, werde es wohl nicht der letzte Sparprogramm der Gesellschaft sein, folgern die Analysten.

Novartis hatte am Morgen bekanntgegeben, dass bis 2022 in der Schweiz netto rund 1'700 Stellen gestrichen werden.

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10:21

Der Euro bröckelt nach Aussagen von EZB-Chefökonom Peter Praet etwas ab. Die Gemeinschaftswährung verbilligt sich auf 1,1733 Dollar nachdem sie zuvor noch ein Tageshoch von 1,1774 Dollar erreicht hatte. Gleiches gilt für die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe, die auf 0,524 von zuvor 0,539 Prozent zurückgeht. Praet sagte, die Rede von EZB-Präsident Mario Draghi am Montag habe nichts Neues enthalten. Es werde noch Monate dauern, bis höhere Löhne die Inflation beeinflussten.

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09:53

Nach den jüngsten Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi rechnen Anleger fest mit einer Zinserhöhung der Notenbank im September 2019. Die Kurse an den Terminmärkten signalisieren eine Anhebung des Einlagensatzes von derzeit minus 0,4 Prozent um 0,1 Prozentpunkte, die Investoren bislang frühestens im Oktober 2019 erwartet hatten.

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09:30

Die Aussicht auf eine relativ geringe Neuverschuldung Italiens 2019 ermuntert Anleger zum Kauf von Staatsanleihen des Landes. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen Titel am Dienstag auf 2,227 von 2,950 Prozent.

Insidern zufolge peilt die Regierung in Rom ein Defizit von weniger als zwei Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung an. Befürchtungen, die Regierung aus der populistischen 5-Sterne-Bewegung und der rechtsextremen Lega könnte mit massiven Ausgabensteigerungen eine neue Schuldenkrise verursachen, hatten im Sommer Anleger nervös gemacht.

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09:25

Der SMI legt nach dem Handelsbeginn um 0,3 Prozent zu.  Der SMI legt um 0,28 Prozent auf 8970 Punkte zu, nachdem der Handel begonnen hat. An der Wall Street hatten die Anleger nach der neusten Ausweitung des Handelskrieges der USA mit China Gewinne realisiert. Die asiatischen Börsen tendieren uneinheitlich.

Neben dem unverändert andauernden Handelskonflikt zwischen Washington und Peking hat sich nun EZB-Chef Mario Draghi zu Wort gemeldet. Der jüngste Preisanstieg unterstützte die Inflationserwartung der Europäischen Zentralbank. Die Sorge vor steigenden Zinsen drückt momentan zusätzlich auf das Gemüt der Marktteilnehmer. Das Fed wird am Mittwoch wohl die Leitzinsen um weitere 25 Basispunkte erhöhen. Es wäre der insgesamt achte Zinsschritt im laufenden Erhöhungszyklus. Der Leitzinskorridor läge dann bei 2,00 bis 2,25 Prozent.

Im Plus stehen unter anderem die Schwergewichte Novartis (+1 Prozent) und Roche (+0,4 Prozent) sowie die Banken Credit Suisse (+0,6 Prozent) und UBS (+0,3 Prozent). Der Pharmakonzern Novartis hat nun den Umfang der angekündigten Stellenreduktion in der Schweiz bekanntgegeben. Demnach sollen hierzulande 2'000 Stellen abgebaut werden.

 

 

Lonza stehen um 0,1 Prozent höher. Der Lifescience-Konzern bestätigte am heute stattfindenden Investorentag seine mittelfristigen Ziele. Danach will er bis 2022 den Umsatz auf 7,5 Milliarden Franken steigern und die Kern-EBITDA-Marge auf 30 Prozent. Nachrichten gab es auch zu Sonova (+0,7 Prozent). Der Hörhilfe-Hersteller wird sein bereits früher angekündigtes Aktienrückkaufprogramm im Umfang bis zu 1,5 Milliarden Franken am 10. Oktober starten.

Im breiten Markt fallen Sunrise mit Avancen von 0,9 Prozent auf. Der Chef des UPC-Mutterkonzern Liberty Global hatte in einem Interview erklärt, dass er Sunrise als möglichen Partner ansehe. Damit befeuerte er die seit Monaten anhaltenden Spekulationen über einen Zusammenschluss von UPC mit Sunrise. Emmi (-0,2 Prozent) notieren dagegen leichter. Die Credit Suisse hat das Kursziel für die Aktien des Milchverarbeiters reduziert, die Anlageeinstufung Outperform indes beibehalten.

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08:40

An Asiens Aktienmärkten haben am Dienstag die Börsen in Festlandchina ihre jüngste Erholung abgebrochen und wieder unter den internationalen Handelssorgen gelitten. In Tokio hingegen behielten die Optimisten die Oberhand. Am Montag waren diese Handelsplätze feiertagsbedingt geschlossen geblieben.

So fiel der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an den chinesischen Festlandsbörsen zuletzt um rund 1 Prozent. In Hongkong und auch im südkoreanischen Seoul wurde wegen eines Feiertages nicht gehandelt. In Tokio schloss der japanische Leitindex Nikkei 0,3 Prozent fester bei 23'940 Punkten. Aktien von Versorgern zogen mit einem Plus von mehr als 2 Prozent besonders deutlich an

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut Berechnungen der Bank Julius Bär vorbörslich mit 8943 Punkten (-0,03 Prozent) angegeben. Neben dem Dauerbrennerthema Handelsstreit nehmen Anleger die zweitägige Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) ins Blickfeld. Zudem dürften die Anleger die Entwicklung in Rom im Auge behalten. Ministerpräsident Giuseppe Conte strebt laut Angaben aus Regierungskreisen eine Vereinbarung zum Haushalt 2019 bis zum Dienstagvormittag an.

Novartis (0,1%) streicht in der Schweiz über 2000 Stellen. Auch die anderen Schwergewichte Nestlé und Roche werden vorbörslich leicht negativ gesehen. Von den SMI-Titeln verzeichnen nur Lonza (+0,5%) ein Plus. Der Lifesciencekonzern hat am Investorentag die Mittelfristziele bestätigt. Am breiten Markt steigen Sunrise (+1%) deutlich. 

 

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07:55

An den Terminmärkten ist Öl am Dienstag weiterhin heiss begehrt. Der Preis für ein Barrel Nordsee-Öl Brent klettert um 0,3 Prozent auf 81,47 Dollar und notiert damit knapp unter seinem Vier-Jahres-Hoch vom Montag. Ein Fass des US-Leichtöls WTI kostet mit 72,24 Dollar ein halbes Prozent mehr.

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06:40

Der Euro hat sich zum Franken etwas aufgewertet. Der Wechselkurs ist in der Nacht von 1.1331 auf 1.1347 geklettert. Vor zwei Tagen befand sich der Kurs noch unter der 1,13er Marke. Auch der Dollar ist leicht stärker geworden: Der Tiefstwert zum Franken lag in der Nacht bei 0.9641 und stieg auf 0.9665. Zur Stunde liegt das Tauschverhältnis vie 0.9663.

Der Euro dürfte von Aussagen aus der Europäischen Zentralbank (EZB) gestützt werden. In einer Anhörung vor dem Europäischen Parlament hatte EZB-Präsident Mario Draghi die Entwicklung der Konsumentenpreise ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel "relativ kräftig" genannt. Er erwarte in den kommenden Monaten einen weiteren Anstieg der sogenannten Kerninflation aufgrund einer robusten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, die zu einem stärkeren Lohnwachstum führe.

Der Preisauftrieb verstärke sich und gewinne an Breite, sagte der EZB-Präsident. Die optimistischen Worte zur Inflation werden laut Händlern als Bestätigung einer baldigen Abkehr der Notenbank von ihrer extrem lockeren Geldpolitik gesehen.

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06:35

Der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China hat die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag ausgebremst. Angesichts derzeit geringer Aussichten auf einen Kompromiss in dem Konflikt wachse die Furcht vor Folgen für die Weltwirtschaft, sagten Händler. Zudem wagten sich die Anleger vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch nur wenig aus der Deckung. Experten erwarten die dritte Zinserhöhung in diesem Jahr.

 

 

An der Tokioter Börse schafft der Leitindex Nikkei ein minimales Plus von 0,1 Prozent auf 23'899 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor davor 0,2 ein Prozent. Auch die chinesische Börse in Shanghai und der australische Markt gaben nach.

(cash/AWP/Reuters)